Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Ein Dorf an der Grenze (1965)

Dokumentation des DDR-Fernsehens von 1965 über den Eichsfeldort Lengenfeld unterm Stein. Anhand des Orts, der unmittelbar an der Ostseite der innerdeutschen Grenze liegt, werden die "Vorzüge" des Arbeiter-und-Bauern-Staats propagiert.

Gottesdienst aus „Mariä Geburt“ Lengenfeld unterm Stein (MDR Figaro, 18.11.2012)

Übertragung des Sonntags-Gottesdiensts aus der Lengenfelder Pfarrkirche Mariä Geburt am 18. November 2012 auf MDR Figaro.

50 Jahre Fußball 1972

Wir feiern im nächsten Jahr (2012) 90 Jahre Fußball in Lengenfeld unterm Stein.

Dieses Jubiläum soll Anlass sein, dass wir nochmals die Vergangenheit zu Wort kommen lassen.

Als erstes halten wir gebührenden Rückblick an unseren Sportfreund Walter Fuchs.

Hier eine Passage aus einem seiner Lebenswerke der „Fußballchronik Lengenfeld unterm Stein“:

Mit der fünfzigjährigen Geschichte „Fußball in Lengenfeld unterm Stein“ sind 43 Jahre meines bisherigen Lebens eng verknüpft.

Die Burg Bischofstein und ihre Bezeichnungen im Mittelalter

Die urkundlichen Schreibweisen für die Burg Bischofstein sind im Mittelalter Stein, Steyn, Sten, Steyne, stheyne, zum Steyn, zum Steyne, zu dem Steyn, zu dem Steyne und - in lateinischen Urkunden - lapis, lapide gewesen. Dem Urkundenleser von heute kann dies viel Misslichkeit mit sich bringen, denn in der näheren und weiteren Umgebung des Bischofsteins hat es mehrere Burgen und Klöster gegeben, die den gleichen Namen trugen. Es ist auf den Altenstein beim hessischen Allendorf (KÖNIG, KOLLMANN 1990) und auf den Altenstein und den Liebenstein bei Salzungen (PATZE, AUFGEBAUER 1989, S. 13 f.

2 Jahre Lengenfelder Echo

Man darf ruhig behaupten, dass in keiner eichsfeldischen Gemeinde auf dem Gebiete der Heimatforschung und Heimatpflege so rührig gearbeitet wird wie in Lengenfeld unterm Stein. In schöner Harmonie hat sich dort ein Kreis ernster und selbstloser Heimatfreunde in der Ortsgruppe des Kulturbundes zusammengefunden und ein Beispiel gegeben, dem manche größere Gemeinde und vor allem die Städte des Eichsfeldes nacheifern sollten.

Der Bischofstein und die hl. Elisabeth

Der Novembermonat gibt alljährlich besondere Veranlassung, uns mit der großen Heiligen, der Wohltäterin der Armen und Notleidenden, Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, zu beschäftigen. Seitdem ich die Dichtung von Dr. Hermann Iseke kenne: „Aus Eichsfelds Vorzeit in Geschichte und Sage“, verbinde ich stets mit der Vorstellung vom Schloss Bischofstein, genau wie mit der Wartburg, solche von der hl. Elisabeth, weil ich nicht vermute, sondern bestimmt annehme, dass die große Heilige hier auf Bischofstein, ihrem einstigen persönlichen Besitz, gewandelt ist.

Die Schranne

Das romantische Tal, in dem das ehemalige Kloster Zella liegt, wird im Süden begrenzt von einer aus der Höhenplatte des südöstlichen Obereichsfeldes hervortretenden Bergzunge, Schranne genannt. Herrlicher Buchenbestand nimmt den einsamen Wanderer auf. Nach Westen bildet die Höhe eine schroffe Felswand der Wellenkalkstufe. Am Rande des Steilhanges klammern sich die Wurzeln alter knorriger Eiben in die zahlreichen Risse des brüchigen Gesteines. Vor dem entzückten Auge breitet sich das Tal der Frieda, die bei Kloster Zella entspringt und der Werra zueilt.

Die Wallfahrt zum Annaberg

Vom Kloster Zella etwa 700 m in nördlicher Richtung entfernt stand bis zum Jahre 1869 auf Einem Bergvorsprung eine Kapelle, in der die heilige Anna verehrt wurde. In dieser Kapelle, die im Jahre 1714 unter Beibehaltung des Glockenturmes vom Jahre 1672 neu aus Stein gebaut wurde, stand das Gnadenbild der hl. Anna, das sogenannte „Selbdrittbild“. Zu diesem Gnadenbild wallfahrteten am jährlichen „Annatag“ (26. Juli) seit Beginn des 18. Jahrhunderts die Einwohner von Struth, Effelder, Küllstedt, Büttstedt, Bickenriede, Lengenfeld u./Stein, Hildebrandshausen und Faulungen in Prozessionen.

Mauerreste auf dem heutigen Burggelände

Auch in heutiger Zeit wird das ehemalige Burggelände oft von einheimischen und auch ortsfremden Wanderern aufgesucht, um einen Blick von der knapp 400 Meter hohen Schlosskuppe zu genießen. Aber auch historisch Interessierte zieht es des Öfteren auf den Lengenfelder Burgberg, um den Überresten der einstigen Festung nachzuspüren.

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