Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Die Kanonenbahn - Teil 20: Der Bahnhof Schwebda bis 1945

Als im Jahre 1872 der Baron von Keudell aus Schweb-da für 24.000 Reichsmark Ländereien in der Schwebdaer Flur an das Deutsche Kaiserreich zum Zwecke des Eisenbahnbaus veräusserte, wusste man in der Umgebung: Die Bahn kommt! Mit dem Bahnhofsbau in Schwebda wurde im Laufe des Jahres 1875 begonnen. Eröffnet wurde der Bahnhof 3. Klasse gemeinsam mit dem Streckenabschnitt Leinefelde – Eschwege am 15. Mai 1880 mit dem feierlichen Eröffnungszug.

Die Kanonenbahn - Teil 19: Vom Bahnhof Eschwege zum Frieda-Viadukt

Heute beschäftigen wir uns mit dem Streckentorso zwischen dem Bahnhof Eschwege in Richtung Osten bis zum Frieda-Viadukt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs war der Weg nach Osten durch die Sprengung des Frieda-Viadukts und der Werrabrücke bei Eschwege versperrt. Obwohl die amerikanische Besatzungsmacht für die Werrabrücke zunächst keine Baugenehmigung gab, wurde nach Abzweigung von 10.000 RM aus der Flussbereinigung die Genehmigung zum Neubau erteilt.

Die Kanonenbahn - Teil 18: Frieda-Viadukt & Frieda-Tunnel

Der Frieda-Viadukt folgt bei km 38,82 bis 38,91, der mit seiner Länge von 98,70 m und einer Höhe von 25,70 m zu den herausragenden Bauwerken der Bahn zählte und in einer Höhe von etwa 192 m über NN lag. Der Frieda-Viadukt wurde ursprünglich wie der Lengenfelder Viadukt mit einer Fischbauch-Trägerkonstruktion bestückt, die jedoch, ähnlich wie auch in Lengenfeld, schwere bauliche und konstruktionsbedingte Mängel aufwies, so dass sich im Sommer des Jahres 1932 im Friedatal die größte Baustelle entlang der Kanonenbahn zwischen Leinefelde und Malsfeld befand.

Die Kanonenbahn - Teil 17: Von Geismar bis zum Frieda-Viadukt

Der Bahnhofsbereich von Geismar wird gleich zu Beginn von einem Bach unterquert, der natürlich auch das dazugehörige Bauwerk beansprucht. Am Anfang des Bahnhofsgeländes macht das Gleis einen kleinen Schlenker. Das ist die Stelle, an der sich einst die Gleise verzweigten. Das Stationsschild des Bahnhofs ist heute verschwunden, nur der Aufgang vom Ort zum Bahnhof existiert noch bis in die Gegenwart. Die Nebengebäude des Bahnhofsensembles sind ebenfalls noch erhalten und werden noch bewohnt.

Die Kanonenbahn - Teil 16: Vom Bahnhof Lengenfeld bis zum Bahnhof Geismar

Wenn wir vom Viadukt auf den Bahnhof Lengenfeld zufahren, überquert eine Brücke mit der Nebenstraße nach Hildebrandshausen nur wenige Meter vor dem Bahnhof den Gleiskörper. Am Bahnhof angekommen, kann man im Bahnhofsgebäude, dort, wo einst bereits im Jahre 1909 Hugo Richardt im Warteraum vierter Klasse die Genehmigung zur Einrichtung einer Ausschankstelle erhielt, sich vor oder nach einer Draisinenfahrt stärken oder seinen Durst mit allerlei Getränken löschen.

Die Kanonenbahn - Teil 15: Lengenfelder Viadukt & Bahnhof Lengenfeld

Nach dem 31.12.1992 wurde es ruhig um den Lengenfelder Viadukt. Die Brücke wurde aus Sicherheitsgründen von beiden Seiten verschlossen, damit niemand das Bauwerk betreten konnte. Erst nach dem Jahr 2002 tat sich etwas mit der Brücke. Die Holzbohlen des Fußweges über die Brücke wurden mit Hilfe der Deutschen Bahn AG und des Kanonenbahnvereins von freiwilligen Helfern erneuert sowie ein Sicherheitsgitter vor das alte, baufällige Brückengeländer gesetzt.

Die Kanonenbahn - Teil 14: Der Lengenfelder Viadukt

Bei km 30,55 treffen wir auf das wohl imposanteste Bauwerk der Kanonenbahn im Streckenabschnitt zwischen Leinefelde und Treysa, den Lengenfelder Viadukt. Mit einer Länge von 244,10 m und einer Höhe von 24 m überspannt er das Friedatal und den Ort Lengenfeld/Stein und teilt somit den Ort gewissermaßen in 2 Teile.

Der Frauenstein

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Eines der größten Rätsel der Lengenfelder Heimatgeschichte ist der sogenannte "Frauenstein". Diese massive Steinplatte stellt neben den spärlichen Resten der mittelalterlichen Burg Stein das älteste menschliche Kulturgut des Friedatales dar.

Der Frauenstein

Unweit der Hagemühle und nahe der noch 1577 bis 1677 nachgewiesenen Dorfstelle Amsrode (Amscherode), stand, am Zufluss der Lutter in die Frieda sowie am Aufgang zur Burg und zum Hülfensberg, in der Wüstungsflur ein frühgotischer Grabstein, der wohl der Bildkunst des 14. Jahrhunderts angehört.

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