Adam Richwien: Die Wiedereinweihung der Lengenfelder Lourdesgrotte (1926)

Ein wiederentdecktes Kapitel in der Geschichte der Lourdesgrotte am Dünberg

Ein bislang gänzlich unbekannter Beitrag des Lengenfelder Heimatdichters Adam Richwien (1889 – 1928) ergänzt die Geschichte der Lourdesgrotte am Dünberg um mehrere wichtige Facetten. Richwiens Beitrag fand sich in der wiederentdeckten Zeitungsbeilage „Hülfensberg-Glocken“, die von 1924 bis 1931 als Beilage zum Bonifatiusboten erschien.

Wie der Bonifatiusbote zu uns auf Eichsfeld kam (1924)

An einem Sonntage, als die junge Frühlingssonne zum erstenmal ganz schüchtern ihre Strahlen in unser friedliches Tal sandte, schritt der Pastor der benachbarten Diasporapfarrei dem trauten Dörflein zu. Im Herzen trug der eifrige Priester hochfliegende Pläne. Ihm war die Wichtigkeit des Presseapostolats in der heutigen wildbewegten Zeit, in der eine Idee die andere verdrängt und die Geister immermehr verwirrt werden, in innerster Seele erwacht.

Carl Duval: Schloß Bischoffstein und die Sage vom Fräubchen von England (1845)

Hier winkt, vergoldet von der Abendröthe,
Kein Obdach mehr!
Das Burgrevier, wie ist es jetzt so öde,
So freudenleer!
Anstatt des Thurmes ragt nur eine Linde
Hoch in die Höh’,
In ihren Zweigen flüstern sanfte Winde
Mit stillem W

Unpublished
n/v

Heinrich Waldmann: Altvaters Loch (1864)

„Kloster Zelle, auch Friedensprung genannt, Bened. Ordens, ist unter den Frauen-Klöstern das älteste, vielleicht noch älter als Gerode und Steine. Alle Kloster-Urkunden sind 1649 zu Mühlhausen im Zellischen Hofe, wo man sie während des 30jährigen Krieges niedergelegt hatte, ein Raub der Flammen geworden.

Heinrich Waldmann: Das Fröuwechen von Engeland (1864)

Das Frauchen von England hat dem Eichsfelde viel Leid zugefügt, aber freilich auch hier viel Leid und zuletzt den Tod selbst gefunden. Auf der Höhe bei Beberstedt floß einst ein Strom, dessen Bett noch zu sehn ist. Das Frauchen von England aber stieg durch eine Öffnung in die Erde und zog den Strom hinab. Bei Reifenstein an der Sonder sieht man noch die Ankersteine aus jener Zeit und dieses ehemalige Kloster selbst steht auf einem unterirdischen Wasser, über dem es an Ketten befestigt ist.

50 Jahre Eisenbahn Berlin-Koblenz (sog. Kanonenbahn) 1877 – 1927

Unsere Zeit sehnt gern Gedenktage, – bedeutungsvolle und weniger bedeutungsvolle, wenn man sie wertet als Marksteine, als Anlässe zu besinnlicher Rückschau und hoffnungsvollem Ausblick in die Zukunft, mag man es sich gern gefallen lassen.

Das Eichsfeld nun hat guten Grund, sich der Tatsache zu erinnern, dass fast vor einem halben Jahrhundert mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Berlin – Koblenz (der sogenannten Kanonenbahn) begonnen wurde.

Vom „Rain“ bis zum „Schingeleich“ – Rund um die Struther Flurnamen (1940)

Die rund 765 Hektar umfassende Struther Gemarkung hat eine Reihe eigenartiger, aber auch schwer zu deutender Flurnamen aufzuweisen. Die Dorfalten wissen einem darüber wenig zu sagen, und die jüngeren Leute beschäftigen sich schon gar nicht mit solchen angeblich „veralteten“ Dingen. Hinzu kommt, dass die Gemarkung des Dorfes Struth seit mehreren Jahren verkoppelt worden ist.

Eichsfelder Tages-Kalender, 13. Februar: Thomas Hagedorn (1871 – 1926)

Thomas Hagedorn, Lehrer an der katholischen Schule zu Leipzig-Lindenau, Organist und Chordirigent an der Liebfrauenkirche dortselbst, bedeutender Komponist kirchenmusikalischer Werke, stammt aus Hildebrandshausen, wo er am 18. Februar 1871 als Sohn des Gastwirtes Heinrich Hagedorn geboren wurde.

Inhalt abgleichen