Der Klausner von „Zella-Friedensspring“ (1926)

Die Buben und Mädels von Lengenfeld kennen das „Altvaterloch“ bei Kloster Zella. Leises Grauen überrieselt die Zaghafteren beim Betreten der dunklen Felsenspalte, mutigere Buben werfen Steine in die gähnende Tiefe und alle lauschen angestrengt auf das Niederfallen derselben in unbestimmter Ferne. Nichts regt sich als die Kronen der hohen Buchen und Tannen des Walddomes — langsam und überbedächtig setzt ein Feuersalamander mit klotzigen Augen seine ungeschickten Füße voreinander.

Gedicht: Zur Vernichtung der sagenumwobenen Schlappanjesbuche (1926)

Zur Vernichtung der sagenumwobenen Schlappanjesbuche
im Walde Walperbiel zwischen Lengenfeld und Effelder
(Die verlorene Wette)

Die Schampanjusbuche bei Lengenfeld (1926)

Vor kurzer Zeit brachten die Eichsfelder Zeitungen die Nachricht, daß die alte Schampanjusbuche bei Lengenfeld das Opfer eines gemeinen Bubenstreichs geworden sei. An einem Sonntagabend bemerkten nämlich Einwohner am Waldesrande einen hellen Feuerschein. Man machte sich sofort auf den Weg, um den Brand zu löschen. Aber wie groß war das Erstaunen, als die Einwohner die Schampanjusbuche in hellen Flammen fanden.

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385 (Urkundenübertragung)

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385
Eine Urkunde über Marold Topher, Besitz vor der Burg Stein und Güter in Lengenfeld
Einleitung
Eine im Mainzer Ingrossaturbuch überlieferte Urkunde aus dem Jahr 1385 gewährt einen bemerkenswerten Einblick in die Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse im unmittelbaren Umfeld der Burg Bischofstein. Erzbischof Adolf I.

Lagerbuch der Vogtei Bischofstein 1664 (Abschrift von Walter Prochaska)

Gegliederte Arbeitsfassung nach der maschinenschriftlichen Abschrift Prochaskas
 

Vermutungen zum Frauenstein von Pfarrer Aloys Höppner (aus: „Die Germaramark“, 1932)

Wie de Wieber nach’s Regemant hotten.

„Nenuphar, die weiße Blume,
Birgt sich gern in Nacht und Schweigen;
Nur des Himmels treuen Sternen
Wagt sie schüchtern sich zu zeigen.“
Weber: Dreizehnlinden.

Die Bültzingslöwensche Pfandschaft im kurmainzischen Amt Bischofstein (1380 – 1574)

In den langjährigen Kämpfen zwischen Adolf I. von Nassau¹) und Ludwig von Bamberg scheint sich Mainz derart in Schulden gestürzt zu haben, daß Adolf sich genötigt sah, die Ämter Harburg, Worbis und das halbe Amt Bischofstein zu verpfänden. Am St.

Der Wüstungsvorgang auf dem Mittel- und Südeichsfelde (Auszug zum Amt Bischofstein, 1986)

In meiner Veröffentlichung Tilman Riemenschneider, Ein Künstlerleben zwischen Mainzer Stiftsfehde (1462) und Bauernkrieg (1525) habe ich ausgeführt: »... Krieg und Fehden erschöpfen sich in gegenseitigem Erobern, Verbrennen, Verheeren. Auf die Bewohner der Dörfer und Vorstädte fiel die ganze Wucht des Krieges. Kein Kriegszug, keine Fehde, in denen nicht fünf, zehn und mehr Dörfer in Flammen aufgingen. Die Bauern ruinieren hieß ihre Herren schädigen.

Die Vögte der eichsfeldischen Ämter (1939)

Als Ergänzung zur „Ämterverfassung des Eichsfeldes“ von Johannes Müller (U. E. 1939 S. 74 ff.) mögen die eichsfeldischen Vögte aus dem 16. bis 19. Jahrh. aufgezählt werden. Auch für die Familienforschung, die die Veranlassung zu dieser Aufzählung gab, sind die Einzelergebnisse von Interesse.


Vögte auf Gleichenstein

Dr. Christoph Völker: Von der Mundart des südlichen Eichsfeldes (1941)

Die eichsfeldische Mundart ist erst in den letzten Jahrzehnten etwas zu Ehren gekommen, seitdem Konrad Hentrich und in seinen Spuren Bernd Jäger sich um ihre wissenschaftliche Erforschung bemühten und Heimatschriftsteller wie Alois Höppner, Martin Weinrich und einige andere eine kleine Dialektliteratur schufen. Sonst galt die Mundart als Aschenbrödel unter den Werten der Heimat, dessen man sich in der sog. guten Gesellschaft eigentlich zu schämen hatte. 
Inhalt abgleichen