Neue Erkenntnisse zur Geschichte von Burg Stein und ihrer Umgebung: Eine Keudel-Akte der Jahre 1539 – 1579 als wichtige Quellenstudie

Einleitung
Eine umfangreiche Akte im Landesarchiv Sachsen-Anhalt eröffnet neue Einblicke in die Geschichte des Bischofsteins und seiner Umgebung. Unter dem Titel „Beschwerden derer von Keudell wegen vorenthaltener Lehngüter“ vereinigt sie Schriftstücke aus den Jahren 1539 bis 1579. Im Mittelpunkt stehen Auseinandersetzungen um Güter und Rechte, welche die Familie von Keudel als Bestandteil ihrer mainzischen Lehen beanspruchte.

Dr. Christoph Völker zum Gedenken (1952)

Da bisher noch keine Möglichkeit bestand, in einer eichsfeldischen Zeitung oder Zeitschrift auf das Ableben des für unsere Heimat so verdienstvollen Landsmannes, des Domkapitulars Dr. Christoph Völker aus Faulungen hinzuweisen, bringen wir ein kurzes Lebensbild und eine kurze Würdigung des Verstorbenen.

Lengenfelder Chausseewärter (1868 – 1883)

Unsere Straßen und Wege waren bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts in einem sehr traurigen Zustand. Als nun zu diesem Zeitpunkt mit dem regen Ausbau unserer Landstraßen begonnen wurde und der chausseemäßigen Herstellung der Straßen im Jahre 1868 von der Lutterbrücke bis zur Kloster Zellaischen Grenze fertig gestellt war, stellte die Gemeinde an den Landrat den Antrag, einen Chausseewärter einstellen zu dürfen.

Sagen über das Dorf und die Flur Geismar - Die halbe Frau (1934)

Von der „Halben Frau“ erzählt man in Geismar folgende Geschichte: Die halbe Frau war früher mit dichten Hecken und Bäumen bestanden. Als Krieg in der Gegend war, versteckte sich „das Fräubchen von England“ in dem Holze. Aber es wurde von einem „Freischützen“ gefunden und erschossen. Die Freischützen hatten jeden Tag 3 Schüsse, womit sie alles trafen, worauf sie schossen. Dem Fräubchen von England wurde ein Gedenkstein gesetzt, der an dem alten Wege stand.

Der Klausner von „Zella-Friedensspring“ (1926)

Die Buben und Mädels von Lengenfeld kennen das „Altvaterloch“ bei Kloster Zella. Leises Grauen überrieselt die Zaghafteren beim Betreten der dunklen Felsenspalte, mutigere Buben werfen Steine in die gähnende Tiefe und alle lauschen angestrengt auf das Niederfallen derselben in unbestimmter Ferne. Nichts regt sich als die Kronen der hohen Buchen und Tannen des Walddomes — langsam und überbedächtig setzt ein Feuersalamander mit klotzigen Augen seine ungeschickten Füße voreinander.

Gedicht: Zur Vernichtung der sagenumwobenen Schlappanjesbuche (1926)

Zur Vernichtung der sagenumwobenen Schlappanjesbuche
im Walde Walperbiel zwischen Lengenfeld und Effelder
(Die verlorene Wette)

Die Schampanjusbuche bei Lengenfeld (1926)

Vor kurzer Zeit brachten die Eichsfelder Zeitungen die Nachricht, daß die alte Schampanjusbuche bei Lengenfeld das Opfer eines gemeinen Bubenstreichs geworden sei. An einem Sonntagabend bemerkten nämlich Einwohner am Waldesrande einen hellen Feuerschein. Man machte sich sofort auf den Weg, um den Brand zu löschen. Aber wie groß war das Erstaunen, als die Einwohner die Schampanjusbuche in hellen Flammen fanden.

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385 (Urkundenübertragung)

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385
Eine Urkunde über Marold Topher, Besitz vor der Burg Stein und Güter in Lengenfeld
Einleitung
Eine im Mainzer Ingrossaturbuch überlieferte Urkunde aus dem Jahr 1385 gewährt einen bemerkenswerten Einblick in die Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse im unmittelbaren Umfeld der Burg Bischofstein. Erzbischof Adolf I.

Lagerbuch der Vogtei Bischofstein 1664 (Abschrift von Walter Prochaska)

Gegliederte Arbeitsfassung nach der maschinenschriftlichen Abschrift Prochaskas
 

Vermutungen zum Frauenstein von Pfarrer Aloys Höppner (aus: „Die Germaramark“, 1932)

Wie de Wieber nach’s Regemant hotten.

„Nenuphar, die weiße Blume,
Birgt sich gern in Nacht und Schweigen;
Nur des Himmels treuen Sternen
Wagt sie schüchtern sich zu zeigen.“
Weber: Dreizehnlinden.

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