Der letzte Zehntschnitter (1959)

Ich hab in der Jugend einen Schnitter gekannt,
ein leinener Kittel war sein Gewand.
Einfach und schlicht hat er gelebt
und hat die Frucht für ein Zehntel gemäht.
Als Erster am Morgen, als Letzter im Feld
hat er Garben gebunden, in Reihen gestellt.
Von der Arbeit gebeugt, schwielig die Hand –
so hab ich den alten Schnitter gekannt,
der als Letzter im heimischen Feld
für Zehntel gemäht — er war ein Held!

Lengenfelder Quellen der Inspiration (2022)

Einleitung

Austrittsstellen des Grundwassers in der Landschaft sind nicht nur Wasserspender für Pflanzen, Tiere und Menschen. Um sie ranken sich zahlreiche Mythen, Geschichten und Berichte.[1] Sie regen unsere Phantasie an. Ihre Namen verraten uns oftmals bestimmte Quellenmerkmale, die festgestellt wurden. Diese Hinweise können die Umgebung, Wassereigenschaften oder die Wassernutzung betreffen.

Quellennamen als Hinweisgeber

Erklärung des Spitznames "Lengenfelder Butterknoten"

Quelle 1

Wie wohl überall in deutschen Landen gibt es für die Einwohner jedes Dorfes einen scherzhaften Sammelnamen. So werden die Lengenfelder in den Nachbardörfern als „Botterknoten“ bezeichnet.

Anton Fick
(Quelle: „Das Dorf entlang“)

Quelle 2

Der Bau des neuen Kindergartens (1981)

In den vergangenen Jahren wurde oft der Bau einer Kinderkrippe beschlossen. Die Verhältnisse in der Kinderkrippe sind zwar die Besten, jedoch reicht der Krippenplatz nicht für alle Bewerber und viele Muttis müssen mit ihrem Kind zu Hause bleiben.

Der Kreuzweg in Lengenfeld unterm Stein (2016)

Lage/Anfahrt

Das Eichsfelddorf Lengenfeld u. Stein gehört heute zum Landkreis Unstrut-Hainich und bildet zusammen mit Hildebrandshausen eine Verwaltungsgemeinschaft. Der im Tal der Frieda gelegene, bereits 897 urkundlich erwähnte Ort liegt 19 Kilometer westlich der Kreisstadt Mühlhausen.

Der Bau des neuen Angers (1984)

Um den Anger als Mittelpunkt bildete sich die erste Siedlung. Hier am Steintisch im gehegten Kreise unter einer Linde  sprach der Vogt im Namen des Landesherrn Recht

Hier gab Sonntags nach dem Gottesdienst den Männern der Gemeinde die Anordnungen der Obrigkeit bekannt. Hier erzählte an lauen Sommerabendender Ahn von guten und von bösen Zeiten, von Pest, Hungers- und Kriegsnöten.

Belegschaften verschönern Lengenfeld (1937)

Eine vorbildliche Arbeitsteilung / Was Lengenfeld noch zu melden weiß

Lengenfeld u. St.

Die Kartoffelernte ist beendet. Mengenmäßig steht sie hinter den Ernten der zwei letzten Jahre zurück, auch wurde stellenweise über starken Engerlingfraß geklagt. Im großen und ganzen war die Ernte doch befriedigend, da die Kartoffeln gesund sind.

Lengenfeld unterm Stein – die ideale Sommerfrische (1938)

Ein Ort, der reich an Geschichte ist – Für Erholungssuchende der gegebene Platz

Eine Grenzgeschichte (1990)

Es war Ende der 50er Jahre, wir wohnten damals mit unseren 6 Kindern im Grenzgebiet in Lengenfeld unterm Stein (Kreis Mühlhausen). Mein Mann war ABV im Ort (Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei). Unser Ältester, Manfred, war etwa 13 – 14 Jahre alt und immer unternehmungslustig, viel unterwegs, um die wunderschöne Gegend auszukundschaften. Der Sohn vom Arzt war sein bester Freund, und sie waren in jeder freien Minute zusammen. Aber nun zu meiner Geschichte:

Eine Ofenplatte in Lengenfeld unterm Stein (1981)

Walter Rassow erwähnt in seinem Buch „Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“ Ofenplatten in Unterstein und Pfaffschwende. Vom Hause Unterstein schreibt er: Ein reicher alter Rennaissanceofen. Die vier eisernen Platten stellen dar: 1. Kreuzigungsgruppe mit Inschrift: Sieh das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. 2. und 3. je eine Reihe Heiliger nebeneinander. 4. Die Szene des reichen Mannes bei Tisch mit dem armen Lazarus.

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