Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Neue Erkenntnisse zur Geschichte von Burg Stein und ihrer Umgebung: Eine Keudel-Akte der Jahre 1539 – 1579 als wichtige Quellenstudie

Einleitung
Eine umfangreiche Akte im Landesarchiv Sachsen-Anhalt eröffnet neue Einblicke in die Geschichte des Bischofsteins und seiner Umgebung. Unter dem Titel „Beschwerden derer von Keudell wegen vorenthaltener Lehngüter“ vereinigt sie Schriftstücke aus den Jahren 1539 bis 1579. Im Mittelpunkt stehen Auseinandersetzungen um Güter und Rechte, welche die Familie von Keudel als Bestandteil ihrer mainzischen Lehen beanspruchte.

Dr. Christoph Völker zum Gedenken (1952)

Da bisher noch keine Möglichkeit bestand, in einer eichsfeldischen Zeitung oder Zeitschrift auf das Ableben des für unsere Heimat so verdienstvollen Landsmannes, des Domkapitulars Dr. Christoph Völker aus Faulungen hinzuweisen, bringen wir ein kurzes Lebensbild und eine kurze Würdigung des Verstorbenen.

Lengenfelder Chausseewärter (1868 – 1883)

Unsere Straßen und Wege waren bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts in einem sehr traurigen Zustand. Als nun zu diesem Zeitpunkt mit dem regen Ausbau unserer Landstraßen begonnen wurde und der chausseemäßigen Herstellung der Straßen im Jahre 1868 von der Lutterbrücke bis zur Kloster Zellaischen Grenze fertig gestellt war, stellte die Gemeinde an den Landrat den Antrag, einen Chausseewärter einstellen zu dürfen.

Die Schampanjusbuche bei Lengenfeld (1926)

Vor kurzer Zeit brachten die Eichsfelder Zeitungen die Nachricht, daß die alte Schampanjusbuche bei Lengenfeld das Opfer eines gemeinen Bubenstreichs geworden sei. An einem Sonntagabend bemerkten nämlich Einwohner am Waldesrande einen hellen Feuerschein. Man machte sich sofort auf den Weg, um den Brand zu löschen. Aber wie groß war das Erstaunen, als die Einwohner die Schampanjusbuche in hellen Flammen fanden.

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385 (Urkundenübertragung)

Ein Burgmann von Bischofstein im Jahr 1385
Eine Urkunde über Marold Topher, Besitz vor der Burg Stein und Güter in Lengenfeld
Einleitung
Eine im Mainzer Ingrossaturbuch überlieferte Urkunde aus dem Jahr 1385 gewährt einen bemerkenswerten Einblick in die Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse im unmittelbaren Umfeld der Burg Bischofstein. Erzbischof Adolf I.

Lagerbuch der Vogtei Bischofstein 1664 (Abschrift von Walter Prochaska)

Gegliederte Arbeitsfassung nach der maschinenschriftlichen Abschrift Prochaskas
 

Vermutungen zum Frauenstein von Pfarrer Aloys Höppner (aus: „Die Germaramark“, 1932)

Wie de Wieber nach’s Regemant hotten.

„Nenuphar, die weiße Blume,
Birgt sich gern in Nacht und Schweigen;
Nur des Himmels treuen Sternen
Wagt sie schüchtern sich zu zeigen.“
Weber: Dreizehnlinden.

Die Bültzingslöwensche Pfandschaft im kurmainzischen Amt Bischofstein (1380 – 1574)

In den langjährigen Kämpfen zwischen Adolf I. von Nassau¹) und Ludwig von Bamberg scheint sich Mainz derart in Schulden gestürzt zu haben, daß Adolf sich genötigt sah, die Ämter Harburg, Worbis und das halbe Amt Bischofstein zu verpfänden. Am St.

Der Wüstungsvorgang auf dem Mittel- und Südeichsfelde (Auszug zum Amt Bischofstein, 1986)

In meiner Veröffentlichung Tilman Riemenschneider, Ein Künstlerleben zwischen Mainzer Stiftsfehde (1462) und Bauernkrieg (1525) habe ich ausgeführt: »... Krieg und Fehden erschöpfen sich in gegenseitigem Erobern, Verbrennen, Verheeren. Auf die Bewohner der Dörfer und Vorstädte fiel die ganze Wucht des Krieges. Kein Kriegszug, keine Fehde, in denen nicht fünf, zehn und mehr Dörfer in Flammen aufgingen. Die Bauern ruinieren hieß ihre Herren schädigen.

Die Vögte der eichsfeldischen Ämter (1939)

Als Ergänzung zur „Ämterverfassung des Eichsfeldes“ von Johannes Müller (U. E. 1939 S. 74 ff.) mögen die eichsfeldischen Vögte aus dem 16. bis 19. Jahrh. aufgezählt werden. Auch für die Familienforschung, die die Veranlassung zu dieser Aufzählung gab, sind die Einzelergebnisse von Interesse.


Vögte auf Gleichenstein

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