Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Der Hülfensberg im Eichsfelde. Seine falschen Ansprüche und seine wirkliche Bedeutung (1911) Nachtrag von Dr. Klemens Löffler

Am 5. September 1909 hat Pfarrer Osburg aus Bickenriede in der Versammlung des Vereins für eichsfeldische Heimatkunde zu Geismar einen Vortrag über „die Fällung der Donnereiche auf dem Hülfensberge bei Geismar (Eichsfeld)“ gehalten und dann in der „Eichsfeldia“ 1909 Nr. 221–229 (28. September bis 7. Oktober 1909) veröffentlicht.

In memoriam: Pfarrer Alois Höppner aus Lengenfeld unterm Stein (1875 – 1955)

Christoph Alois Höppner wurde am 8. Juli 1875 in Lengenfeld geboren als Sohn des Gutspächters Wilhelm Höppner. Er besuchte von Ostern 1881 bis Ostern 1888 die dortige Volksschule und nachfolgend das Gymnasium in Heiligenstadt. Nach der Reifeprüfung studierte er von Ostern 1896 bis Ostern 1899 an der „Bischöflichen Philosophisch-Theologischen Lehranstalt“ in Paderborn. Sodann trat er in das dortige Priesterseminar ein und erhielt zu Pfingsten 1899 die Tonsur und die vier Niederen Weihen. Am 3.

Seelsorger in Lengenfeld unterm Stein (1337 – 2023)

Die Huld und die Gabe gingen ihnen nach durch alle Tage ihres Lebens, und wohnen durften sie im Hause des Herrn durch lange und lange Zeit.

Vinzenz Hoppe: Altvatersloch und Schulmeistersloch (1981)

Heimatgeschichte in der Legende
Nicht verbürgt, aber bis heute erhalten: „das Altvatersloch" - „Schulmeistersloch"

Ein Beispiel dafür, wie der Eichsfelder Volksmund so manche historische Begebenheit und auch Sagen umgeformt hat, findet sich in der Gemarkung der ehemals Kloster-Zella'schen Waldungen.

Franz Nitschmann (1845 – 1916) - Abteilungsbaumeister der Kanonenbahn und Ehrenbürger der Stadt Eschwege

Am 19. September wurde auf dem Alten Zwölf-AposteI-Kirchhof in Schöneberg, tief betrauert von den Seinen und zahlreichen Freunden, der Wirkliche Geheime Oberbaurat Franz Nitschmann zur letzten Ruhe bestattet. Zur Erholung im Harz weilend, wurde er auf das Krankenlager geworfen und erlag am 14. September in Wernigerode am Harz seinem schweren Leiden.

Vom Auseinandergehn und frohen Wiedersehen

Irgendwo in einem eichsfeldischen Dorfe steht am Kirchrain ein Heldenmal. Der Herbstsonne müder Strahl glitzert über die zwei weißen Marmorplatten, auf welchen in goldenen Lettern in langen Reihen Namen stehen, Namen von reifen, werterhalten Männern und Namen von jugendfrohen Jünglingen in buntem Gemisch, aber Namen aller, die das gleiche Schicksal trafen: Gefallene Helden.

Stadt zum Stein (Aufstellung von Walter Prochaska)

Chronik Hanstein I, S. 136 ff: Am Fuße des Burgberges befand sich wie beim dem Hanstein und dem Rusteberge ein ummauerter Ort, die Stadt zum Steine genannt, der Wohnsitz der Handwerker, Wirthe, und Dienstleute der Burg. Wenige Mauerreste einer Kirche lassen jetzt den Platz erkennen, wo diese Stadt zum Steine gestanden. (Wintzingeroda-Knorr: Nr. 68, Bischofstein).

Mutterängste (Erinnerungen an den 2. Weltkrieg in Struth) (1993)

Wenn ich am abendlichen Bildschirm bei den Tagesnachrichten Meldungen über die täglichen Kämpfe im Kriegsgebiet des ehemaligen Jugoslawien – direkt vor unserer europäischen Haustür – sehe und höre, fallen mir Erlebnisse an die letzten Tage des II. Weltkrieges ein.

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