Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Wüstung Stadt zum Stein

(Mittelalterliche Wüstungen im Eichsfelder Teil des Kreises Mühlhausen (V))

Gemarkung: Lengenfeld unterm Stein, Kreis Mühlhausen
Messtischblatt: Nr. 4727, W: 11,6-12,5 cm, S: 9,3-9,8 cm.

Die Burg Stein

(Mittelalterliche Wüstungen im Eichsfelder Teil des Kreises Mühlhausen (IV))

Gemarkung: Lengenfeld unterm Stein, Kreis Mühlhausen
Messtischblatt: Nr. 4727, W: 11,6-12,4 cm, S: 10,1-10,4 cm.

Die Sage vom Fräubchen von England

Kritische Bemerkungen zu dem Artikel: "Aus Ingarland wurde Engeland"

In dem Aufsatz, der sich mit der alten Eichsfelder Sage vom „Fräubchen von England“ befasst, wird der Versuch unternommen, die sagenhafte Begebenheit in bestimmte Zusammenhänge mit der Geschichte der Landgrafen von Thüringen zu bringen Dabei glaubt man, als Ergebnis einer solchen Betrachtung den Beweis erbracht zu haben, dass der etwa vorhandene geschichtliche Kern der Sage zunächst durch den „Volksdialekt“ und sp

Vermutungen zum Frauenstein von Aloys Höppner

3 Morgen Land in Flur Lengenfeld „beim Frauenstein“ zinsen der Georgs-Kapelle in Bischoffstein (Saalbuch S. 315). So heißen noch heute Grundstücke am Eingange des Bulschtals links an der Hageliete, wo einst der Stein stand, den um 1884 Pfarrer Großheim von Höppensems in der Keudelsgasse, um 50 Pfennige erstand und in die Kirchhofsmauer einsetzen ließ. Unter dem in frühgotischer Linienführung eingemeißelten Bilde des Gekreuzigten stehen Maria und Johannes, unten rechts und links je ein Wappenschild deuten auf das Grabmal einer Frau.

Ehemalige Lengenfelder Gemeindediener und Nachtwächter

Dass ein Nachtwächter seinen Dienst in Lengenfeld versah, können wir schon seit 1580 in den noch vorhandenen Kirchenrechnungen feststellen. In der ältesten Gemeinderechnung vom Jahre 1700 finden wir unter der Rubrik „Ausgabe“: „Dem Nachtwächter an Wächtergeld dies Jahr ausgezahlt 3 Thlr. Dem Nachtwächter vor ein Paar Schuhe 18 Schnb.“ 1736 werden die ersten beiden Nachtwächter mit Namen erwähnt: „Hans Hahn und Martin Wagner jedem 4 Rthlr. vor die Nachtwacht thut 8 Rthlr.“

Herbstliche Heimatbilder

Weiter schreitet das ewige Kommen. Werden und Vergehen – und wieder einmal ist es Herbst geworden. Die Oktobersonne meint es noch mal gut und lässt ihre gleißenden Strahlen auf die in allen Farben sprühende Landschaft fallen. Die bewaldeten Berghänge und Höhen zeigen eine solch schöne Farbenpracht, die zum Stehenbleiben und zum Bewundern zwingt. Trunken umspannt der Blick die zauberhaft geschmückten Wipfel des Blätterwaldes, voll leuchtendem Gelb, schimmerndem Braun und brennendem Rot.

Mein erster Besuch bei Adam Richwien

Ein neues Licht war am heimatlichen Poetenhimmel erschienen; diesem nachzugehen, griff ich zum Wanderstab und lenkte meine Schritte nach Lengenfeld. Wider Erwarten bereitete es mir einige Mühe, Richwiens Wohnung zu finden. Ich stieg auf mehr denn zwanzig Betonstufen zu dem Dichterhäuschen empor und traf den Dichter in der Küche am Herde stehend und Kartoffeln in die Bratpfanne schneidend.

Reisewege im Eichsfeld: Klus Hagis

Stille um ein Gnadenbild fernab der lauten Straßen

In ein romantisches Waldtal eingebettet liegt tief unter der alten Burg Gleichenstein das legendenumwobene Kirchlein Hagis. Hagen, mhd. Hag, Hain = umfriedeter Wald, zu Beginn des 13. Jhs. vermutlich ein Siedlungshof, zählte als Dorf Nuenhagen (Neuenhagen) 1358 schon 22 Familien, nachdem der Mainzer Erzbischof 1294 Grundherr des Amtes Gleichenstein geworden war.

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