Geschichte & Brauchtum

Diese Rubrik vereint eine breite Auswahl an historischen Beiträgen zur Eichsfelder Geschichts- und Naturlandschaft sowie einzelne Ausarbeitungen zu den Themenkomplexen Tradition und Brauchtum des (Süd-)Eichsfeldes.

Die Arbeiten und Aufsätze verschiedener Heimatforscher und Lokalhistoriker, die oft ein Leben lang zu einzelnen Themenschwerpunkten ihrer näheren Heimat geforscht haben, sollen hier genauso dargestellt werden wie kleinere Ausarbeitungen bislang unbekannter Autoren.

Es ist das Ziel, diese Rubrik sukzessiv zu einem historischen Textarchiv des Südeichsfeldes auszubauen. Der Schwerpunkt der Auswahltexte wird dabei auf dem Ort Lengenfeld unterm Stein und seiner näheren Umgebung liegen.

Oliver Krebs

Aus der "Isenbahnziet"

Im Februar des Jahres 1875 begann mit dem Bau der Bahnstrecke Leinefelde – Eschwege. Am 15. Mai 1880 wurde sie zum ersten Male befahren und dem Verkehr übergeben. Die Bauzeit, welche also gut fünf Jahre dauerte, lebte noch lange fort in der Erinnerung der alten Leute. Bei ihren Erzählungen sprachen sie besonders gern von der „Isenbahnziet“.

Der Viadukt von Lengenfeld

Das Wahrzeichen des Taldorfes Lengenfeld unterm Stein ist der weit das Dorf überspannende Eisenbahnviadukt. Dieser Viadukt ist über 125 Jahre alt. Was führte zu seiner Errichtung?

Das Streckenwärterhaus am Entenbergtunnel

Bilstal oder Buschtal
Die Geschichte des gleichnamigen Steckenwärterhauses am Entenbergtunnel von den Anfängen bis heute

Die wenigen, entlang der „Kanonenbahn“ zwischen Leinefelde und Eschwege errichteten Wohngebäude waren in ihrer Funktion Dienstwohnungen der Eisenbahner. Sie haben die Geschichte dieser legendären Bahn über mehrere Jahrzehnte mitgestaltet und werden in der Literatur wenig, oder gar nicht erwähnt. In unserer näheren Umgebung sind da zu nennen:

Die Kanonenbahn - Teil 6: Die Bahnhöfe Kefferhausen und Küllstedt

In der Nähe vom Haltepunkt Kefferhausen muss es einmal eine Bahnschranke mit Wärterhäuschen (bei Km 12?) gegeben haben, denn es ist belegt, dass am 04.10.1910 zwei Ziegen des Schrankenwärters von einem Zug überfahren worden sind. Die Bahnbediensteten waren in dieser Zeit auf Viehhaltung angewiesen, denn der Verdienst war äußerst gering.

Die Kanonenbahn - Teil 5:- Der Bahnhof Dingelstädt

Die Strecke wurde bereits im Jahre 1879/1880 von Silberhausen-Trennung bis zum Bahnhof Dingelstädt 2-gleisig errichtet. Heute ist nur noch einer der beiden Brückenköpfe erhalten. Der eiserne Überbau hatte eine Länge von 17,50 m und eine Breite von 3,92 m. Die Baukosten betrugen 41.400 Reichsmark. Nach 1945 wurde auch die Gothaer Eisenbahn auf eingleisigen Verkehr umgestellt, so dass der Abzweig der Kanonenbahn nur noch aus einer einfachen Weiche bestand.

Die Kanonenbahn - Teil 13: Ereignisse zwischen Entenbergtunnel und Lengenfeld von 1933-1942

Am 29.09.1933 suchte sich der damals 69-jährige Großbartloffer Adolf Bischoff, geboren in Heuthen/Eichsfeld, den Entenberg-Tunnel zum Sterben aus, um sich dort vor den Zug zu werfen. Die Leiche wurde von Andreas Koch während einer Routine-Inspektion der Gleise im Tunnel vorgefunden.

Im Heiligenberg-Tunnel soll nach einem Tunneleinsturz eine große Tropfsteinhöhle gefunden worden sein, die natürlich umgehend bei den anschließenden Bauarbeiten entfernt und verfüllt wurde. Ähnliche Bauarbeiten gab es fast ständig in den Eichsfeld-Tunneln.

Die Kanonenbahn - Teil 12: Das Streckenwärter-Haus im Bilstal

Unweit vom Südportal des Entenberg-Tunnels stand einst rechterhand im Bilstal, welches die Großbartloffer Buschtal nennen, ein kleines Wohnhaus, in dem der Streckenläufer wohnte, der den Streckenabschnitt zwischen Küllstedt und Schwebda zu betreuen hatte. Dieser legte täglich die Distanz von ca.

Die Kanonenbahn - Teil 11: Der Entenbergtunnel

Vom Haltepunkt Großbartloff aus führt die Strecke in reichlichen Windungen immer am Hang entlang hinab bis zum 5. Tunnel, dem Entenberg-Tunnel. Zunächst aber treffen wir zwischen km 26,3 und km 26,55 an der dem Berghang zugewandten Seite eine 250 m lange Stützmauer an, die verhindern soll, dass der Berghang auf die Gleise rutscht.

Die Kanonenbahn - Teil 10: Mühlbergtunnel II und Heiligenberg-Tunnel

Bei einem Abgehen der Strecke im Rottenbachtal fand ich bei km 24,7, nur wenige Meter hinter dem Westportal des Mühlenberg II-Tunnels, auf der rechten Seite die Grundmauern eines Gebäudes (ca. 10 x 4 m), welches die Reste des ersten Haltepunkts Großbartloff, eröffnet am 1.12.1894, sein könnten.

Die Kanonenbahn - Teil 9: Küllstedter Tunnel und Mühlbergtunnel I

Bereits am 27. Mai 1904 gab es den ersten Wassereinbruch im Tunnel. Nach einem Gewitter mit wolkenbruchartigem Niederschlag kam es zu einem Wassereinbruch im Tunnelgewölbe, wobei ein gerade den Tunnel durchfahrender Personenzug von oben bis unten mit Geröll und Schlamm überzogen wurde. Am 26. Februar 1906 begann mit dem ersten Spatenstich die Erweiterung des Küllstedter Tunnels auf das neue Normmaß für zweigleisigen Betrieb und gleichzeitig wurde mit dem Bau des zweiten Gleises zwischen Küllstedt und Schwebda begonnen.

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