Unser täglich Brot gib uns heute ... (1992)

Während unserer Kindheit – Jahre vor dem 2. Weltkrieg – wurde fast in jedem Haus in unserem Dorf durch die Hausfrau und Mutter Brot gebacken. Fast jeder Dorfbewohner hatte einen Acker oder betrieb eine Landwirtschaft, so dass Korn selbst angebaut wurde.

Kartoffelfeuer (1992)

In der vorigen Ausgabe hatte ich Ihnen, hebe Leser, ein paar Erinnerungen aus den Herbsttagen meiner Kindheit mitgeteilt. So gehörte es seinerzeit auch zu einem großen Erlebnis, wenn im Herbst die Kartoffelfelder abgeerntet waren, bei trockenem und sonnigem Wetter mit dem dürren Kartoffelkraut ein Feuer anzubrennen. Zu dieser Zeit hatte fast jeder Dorfbewohner auf unserem kargen Eichsfeld ein Kartoffelfeld, um die Familien mit selbstangebauten Kartoffeln über den nächsten Winter zu bringen.

Auch der Herbst hat seine schönen Tage (1992)

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, so hatte die jetzige Herbstzeit für uns Kinder ihre besonderen Reize, nachdem die Felder abgeerntet waren. Da begannen wir (wir, das waren vier ältere Brüder und ich) und knobelten, konstruierten und bastelten einen riesengroßen Drachen.

Der Wald, Heimstätte vieler Vogelarten (1992)

Der aufmerksame Spaziergänger stellt fest, wenn er Augen und Ohren offen hält, dass es eine Vielzahl von Vogelarten im Wald gibt. Sie sind wie alle Waldbewohner auch sehr scheu. So hört man den Eichelhäher sehr deutlich kreischen, doch von der Nähe sieht man ihn selten.

Da gibt es die Kohlmeise mit ihrer schwarzen Kopfhaube, die Blaumeise mit dem blauen Köpfchen. Die Tannenmeise sieht dagegen eher hässlich aus. Mit ihrem faden, grauen Federkleid wirkt sie wie verwittert.

Zwei Wanderungen durch dasselbe Tal (1954)

Erschrick nicht, lieber Leser, wenn ich dich zweimal in dasselbe Tal führe. Es soll aber kein nutzloses, müßiges Wandern werden, wir wollen vielmehr beobachten, vergleichen und erkennen, wie sich eine Landschaft unter der starken Hand des schaffenden Menschen  verändert und wie er die Kräfte der Natur bändigt, auf dass sie für ihn zum Segen werden.

Herode (Die Wüstung Herrode bei Großbartloff) (1903)

Heyrode. Kr. H[eiligenstadt]. Gemeindebezirk Grossbartloff, etwa 3000 bis 3500 Schritte südsüdwestlieh des genannten Dorfes in der in die Gemeinde­bezirke Lengenfeld und Geismar hineinragenden Südspitze der Großbartloffer Gemarkung.

Pfarrer Nikolaus Görich zum Gedenken (1954)

Es ist zwar keine Seltenheit mehr, wenn sich unter dem Eichsfelder Kle­rus immer wieder Geistliche fanden und finden, die sich der Heimatkunde wid­men. Doch ragen unter ihnen wenige hervor, deren ganze Kraft dem Eichsfelde gehörte. Einer dieser hervorragen­den geistlichen Heimatschriftsteller war Pfarrer Nikolaus Görich.

Als man noch das Salzbuch führen musste (1958)

Eine lästige Einrichtung – Der Salzschmuggel blühte

Septembergewitter haben es in sich (1954)

Die letzten schweren Gewitter haben Er­innerungen an frühere Unwetter wachge­rufen, die in der Heimatgeschichte ver­zeichnet sind. In Heiligenstadt sind die Ge­witter gefürchtet, die aus dem Pferdebach­tal kommen. Die Kesseldörfer haben Re­spekt vor den Gewittern, die durch das Eichsfelder Tor ziehen, und die Leute am Hülfensberge und in der „buckligen Welt“ sehen nicht gerne dunkle Wolken aus dem Friedatal heraufziehen. Die Gewitter hän­gen oft so tief, dass sie an die Berge stoßen.

Zur Keudelskuppe (1927)

„Sei mir gegrüßt, mein Berg mit dem rötlich strahlenden Gipfel!
Sei mir Sonne gegrüßt, die ihn so lieblich bescheinet!“

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