Die Walldürn-Wallfahrt und die Eichsfelder

Wallfahrten sind Volksbräuche, die herausgewachsen sind aus der glaubensfrohen Volksseele. Wenn sie im rechten Geiste unternommen werden, dienen sie der körperlichen und seelischen Erfrischung. In unserer eichsfeldischen Heimat haben wir ja selbst Wallfahrtsstätten, zu denen der Eichsfelder gern hinzieht. Der Hülfensberg gilt nicht nur dem Eichsfelder in der Heimat, sondern auch dem in der Fremde lebenden Eichsfelder als heimatliches Nationalheiligtum.

Der Hülfensberg einst und jetzt

Schon von weitem lassen Form und Lage des Hülfensberges erkennen, dass hier eine alte Kultstätte des Eichsfeldes und Werragebietes gewesen sein muss. Dazu war der 447 m hohe Bergkegel durch seine Lage inmitten waldgekrönter Höhenzüge mit herrlicher Aussicht nach allen Seiten wie kein anderer Berg in der ganzen Umgebung geeignet (P. Capristan Bavendiek, Der Hülfensberg, die altehrwürdige Wallfahrtsstätte, F. W. Cordier, Heiligenstadt, 1951).

Das Eichsfeld und sein Hülfensberg

Zum 1200. Todestag des hl. Bonifatius

Bischofsteiner Erinnerungen: Der Brand im Dorf (1921)

Eines Nachts wachte ich plötzlich auf, weil es auf einmal so hell im Schlafsaal wurde. Ich ging ans Fenster und sah das ganze Tal mit dem Dorf im hellen Scheine eines brennenden Hauses, dessen Flammen ziemlich hoch schlugen. Mittlerweile waren auch andere in den Nachbarschlafsälen wach geworden und diskutierten lebhaft über den Brand. Gegen Morgen jedoch hörte es auf zu brennen und wir legten uns wieder hin.

Kloster Zella

Etwa dreizehn Kilometer westlich der Stadt Mühlhausen liegt nahe der Friedaquelle, umschlossen von bewaldeten Steilhängen, das ehemalige Benediktiner-Nonnenkloster Zella, das urkundlich auch den Namen Zella Friedensspring führt. Wohl kaum hätten die Nonnen des Benediktiner-Ordens einen lauschigeren Waldwinkel für ihre Siedlung finden können wie jenes stille, abgelegene, landschaftlich reizvolle Tal des Obereichsfeldes.

Zur Chronik der Gemeinde Struth bei Mühlhausen i. Thür.

Nach der hinterlassenen Chronik des Lehrers Karl Gatzemeyer

Hauptlehrer a. D. Johannes Feldmann (Nachruf)

Im Alter von 85 Jahren starb am 22. Mai d. J. in Sontheim-Brenz, in der Au 12, Hauptlehrer a. D. Johannes Feldmann, eine in Geismar und weit darüber hinaus geachtete und hochgeehrte Lehrerpersönlichkeit. Der Verstorbene hat sich große Verdienste als langjähriger Lehrer, Erzieher, Organist und Dirigent erworben. Vielen Schülergenerationen hat er in Treue und Verantwortung seines Berufes gedient. Feldmann war dem Schönen zugetan und wirkte in der Stille. Er konnte auf ein reiches Lebenswerk zurückblicken.

Die Pfarrei- und Kirchentreppen

Viele Sehenswürdigkeiten
Hat mein liebes Lengenfeld,
Wer will dieses mir bestreiten,
Dass es was auf „Hoheit” hält.

Dort zu sehen mit Entzücken
Ist die hohe Eisenbrücken,
– und was and‘res hat es noch,
Was erscheint mir reichlich „hoch”.

Eine Treppe tut vor allem
Mir recht sonderlich gefallen,
Eine Treppe mit viel Stiegen,
Und die tät beim Pfarrhaus liegen.

In Spanien gebliebene Obereichsfelder (1809)

Beberstedt:

Christoph Barthel
Atenus Döring
Heinrich Döring
Johann Georg Kaufhold
Martin Schilling
Nikolaus Schilling

Bischhagen:

Franz Kahlmeyer

Bornhagen:

Christoph Arold (+ Figueras)

Büttstedt:

Ignaz Goldmann

Diedorf:

Die Hochwasserkatastrophe des 4. Februar 1909 auf dem Eichsfelde

In seltenem Zusammentreffen haben widrige Umstände in der ersten Woche des diesjährigen Februar wie in zahlreichen Gebirgsgegenden Deutschlands, so auch auf dem Gesamteichsfelde, eine Hochwasserkatastrophe veranlasst. Reichliche Niederschläge in den Monaten November und Dezember 1908, die den Boden durchsättigten und ihn, als er im Januar im Frost erstarrte, unfähig machten zur Aufnahme neuer Feuchtigkeit; der starke Schneefall in den Tagen vom 27. Januar bis 2.

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