Erzählungen & Sagen

Zweierlei Maß - Einleitung

"Zweierlei Maß"
Wie das Theaterstück auf die Leinwand kam ...

Einleitung:
Zu Beginn der 50er Jahre durfte die Lengenfelder Theatergruppe keine selbst ausgewählten Theaterstücke mehr spielen sondern nur noch sogenannte „LPG-Tragödien“ oder kommunistische Stücke, die von der Abteilung Kultur in Leipzig vorgeschrieben wurden.

Zweierlei Maß

(Wie das Theaterstück auf die Leinwand kam ...)

Einleitung:
Zu Beginn der 50er Jahre durfte die Lengenfelder Theatergruppe keine selbst ausgewählten Theaterstücke mehr spielen sondern nur noch sogenannte „LPG-Tragödien“ oder kommunistische Stücke, die von der Abteilung Kultur in Leipzig vorgeschrieben wurden.

Weiße weite Herrlichkeit

Von Willy Schiefelbein

Es ist für uns eine Zeit angekommen,
die bringt uns eine große Freud’.
Übers schneebedeckte Feld
wandern wir, wandern wir
durch die weite weiße Welt.

Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise,
es träumt der Wald einen tiefen Traum.
Durch den Schnee, der leise fällt,
wandern wir, wandern wir
durch die weite weiße Welt.

Vom Esel mit den kaputten Ohren und dem halbierten Ochsen

Die meisten Leute hatten mit Garantie den Weihnachtsputz schon hinter sich, sicherlich die Weihnachtsbäckerei völlig abgeschlossen, und ich denke mir, dass bei einigen nicht nur der Weihnachtsbraten, sondern auch schon so mancher Christbaum im Festtagskleid triumphierend im Wohnzimmer thronte.

Ich jedoch mit meiner großen Männerfamilie, die aus fünf Männern bestand, war bei weitem noch nicht an diesem Punkt angelangt.

Peter-Nisteln

Auf Petri Stuhlfeier, am 22. Februar, wurde in früherer Zeit „genistelt“.

Ostern ohne Ostereier (Eine Gute-Nacht-Geschichte)

„Oma bitte, noch eine Gute-Nacht-Geschichte“, riefen die Enkel, „die vom Waldi und den Ostereiern!“
„Aber, ihr müsst zuvor schön still liegen und euch zudecken, dann erzähle ich euch auch noch einmal diese Waldigeschichte.“

Früher, als euer Vater und seine Brüder noch klein waren, da bekamen wir eines Tages einen jungen Hund, einen kleinen, süßen Dackel. Wir nannten ihn Waldi. Alle hatten ihn gern. Er war sehr lebhaft und überall mit von der Partie.

Die weiße Rose (Eine Legende)

In jener Zeit, als das Christkind geboren und der heilige Joseph durch die Warnung des Engels mit Maria und dem Kind auf der Flucht war, legten sie unterwegs eine Rastpause ein.

Die Mutter Maria wusch die Windeln in einem kleinen Fluss und hängte sie zum Trocknen über die Hecken der wilden Rose, welche als Abgrenzung um die Schafweiden in dichten Reihen standen.

Das Silberflügelchen

Wieder einmal war das Christkind da gewesen, und es hatte tatsächlich dem kleinen Heinrich das lang ersehnte Schaukelpferd und dem Schwesterchen Anna den Puppenwagen gebracht!

Mit hellster Freude bestaunten die Kinder ihr Geschenk, wagten sich dann zaghaft heran und nahmen hernach mit einem lauten „Juchhe“ alles in Empfang, wenn da nicht noch etwas Geheimnisvolles gewesen wäre:

Ein großer, viereckiger Brief lag dabei! Darin war ein hellblauer Briefbogen mit ganz vielen kleinen Sternen, und auf dem stand in schillernder und glänzender Schrift geschrieben:

Als Lengenfeld unterm Stein von der Pest heimgesucht wurde

Mehrmals durchzog der „schwarze Tod“ mit all seinem Grauen und Schrecken das Eichsfeld. Wenn man glaubte, er habe nun dieses Gebiet verlassen, kehrte er noch einmal zurück, und zwar viel furchtbarer als zuvor. Nach Wolfs „Politische Geschichte des Eichsfeldes“ betrug die Zahl der Todesopfer im Amt Bischofstein 1743 Menschenleben. In Lengenfeld wurden diejenigen, die an Pest starben, am Siechrasen begraben. Johannes Hardegen ließ dort ein Kreuz errichten. –

Wollenkämmers Auszug und Heimkehr

Infolge seines kärglichen Bodens war das Obereichsfeld von jeher außerstande, seine zahlreiche Bewohnerschaft allein zu ernähren. Da mussten viele Eichsfelder ihr Brot in der Welt (Fremde) verdienen als Hausierer, Fabrikarbeiter, Ziegelbäcker und Wollenkämmer.

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