Bischofsteiner Erinnerungen: Abenteuer eines Ochsenkutschers (1988)

Einen guten „Job“ hatte ich ergattert: mein Dienstgrad „1. Ochsenkutscher“. Mein Fahrlehrer war der Gespannführer Heinrich Riese, der mir in seiner bedächtigen Art die Grundbegriffe beibrachte. Die Steuerung war einfach: ziehen an der Lenkleine und der Zuruf „Har rimme!“ bedeutete links, gleichmäßiges Zucken und „Hotte rimme!“ rechts. Gasgeben und Getriebe sollte eine lange Weidengerte besorgen. Allerdings reagierte der großgewachsene, gelbgetupfte Fleckviehochse auf Letzteres sehr gelassen.

Einweihung des Ehrenmals auf dem Bischofsteiner Waldfriedhof (1992)

Das „Bischofsteiner Wetter“ hielt auch am Sonntag an. Von allen Seiten kamen die Teilnehmer des Treffens zum alten Schloss am Berghang, dessen Fenster in der Morgensonne leuchteten. Manche hatten schon wie einst ihren Frühlauf in den bunt werdenden Wäldern rings um den Stein hinter sich. Tische und Stühle wurden auf den Schulhof herausgetragen und Freundesgruppen setzten ihre Erinnerungsgespräche vom Vortag fort.

Erinnerung eines alten Kameraden an die Internatsschule Schloss Bischofstein (1913)

Am Weihnachtsmorgen fiel der erste Schnee langsam zur Erde. Ich stand am Fenster und freute mich, dass dieses Jahr ein richtiger Weihnachtstag gekommen sei, denn ein Weihnachtstag ohne Schnee ist nach meiner Meinung nicht feierlich genug. Wie ich so stand und den wirbelnden Flocken zusah, musste ich an Bischofstein denken. Ich dachte daran, wie sich die Jungen jetzt auf den Schnee freuen. Jetzt können sie wieder rodeln und Schneeschuh laufen nach Herzenslust. Ihr wisst es gar nicht, wie schön ihr es habt in Bischofstein!

Hochzeit machen, das ist wunderschön ... (1992)

Wie der Leser aus der Tagespresse entnehmen konnte, wollen sich die beiden Gemeinden Struth und Eigenrieden ab 01.01.1993 zu einer Gemeinde vereinen. Die Bürger beider Gemeinden haben sich in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit für die Vereinigung entschieden. Pro und Contra wird es, wie in jeder anderen Sache, auch hier geben! Aber dafür leben wir nun „Gott sei Dank“ in einer Demokratie!

Erinnerungen an Willi Tasch (1929 – 2019) - Aus der Dorfchronik von Walther Fuchs (1979)

Ein besonders geachteter Bürger unserer Gemeinde, der sich stets für das Wohl aller seiner Mitbürger eingesetzt hat, der seinem einmal gegebenen Wort auch in die Tat folgen ließ, ist der Handelsleiter der BHG Mühlhausen, Willi Tasch.

Er wurde am 04.02.1929 in Struth geboren.

Reisebestimmungen im Sperrgebiet (1994)

Am 26. Mai 1952 erließ der Ministerrat der DDR die „Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands“.

Nachdem dann am nächsten Tag, dem 27. Mai 1952, die „Polizeiverordnung über die Einführung einer besonderen Grenzordnung“ folgte, wurde an der gesamten Grenze der „10-m-Streifen“, das „500-m-Sperrgebiet“ und die „5-km-Sperrzone“ festgeschrieben.

Verstärkte Sicherung der Zonengrenze im südlichen Eichsfeld ab dem 1. Dezember 1946 – Erläuterungen – (1994)

A. Standorte der sowjetischen Grenztruppen

I. Stab der sowjetischen Grenztruppen in Geismar

II. Verwaltungsgebäude – Holzbaracken – einschließlich Kaserne in einer getarnten Mulde am Südwesthang des Rollsberges, 400 m südostwärts von Geismar, mit einem großen Triumphbogen – im Volksmund genannt: „Klein Moskau“.

III. Sowjetische Grenztruppen in Döringsdorf

Sperr- und Sicherungsanlagen der DDR-Grenze – Erläuterungen (1994)

1. Grenze der DDR zur Bundesrepublik |__|

2. Grenzsteine Kur-Hessen KH - Kur-Mainz, ehemals thüringisch-hessische Grenze

3. Grenzmarkierungsstein der DDR

4. Grenzschild der DDR

5. Grenzsäule der DDR, schwarz-rot-gold mit Emblem der DDR

6. Nicht beweglicher Grenzschlagbaum, schwarz-rot-gold

Die Ortsgeschichte der Gemeinde Hildebrandshausen (1992)

Hildebrandhausen ist ein mittelgroßes Dorf im Südeichsfeld. Es liegt im Tal eines Muschelkalkgebirges. Der Boden ist – wie überall im Eichsfeld – lehmig, tonig, steinig, meist feucht und kalt. Auch das Klima ist nicht so warm wie im angrenzenden Thüringen oder Hessen.

Kinder aus dem entfernten Tschernobyl auf dem Eichsfeld (1992)

Vom Verein „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ des Kreises Mühlhausen wurden für vier Wochen 27 Kinder und 3 Betreuer aus der Region Tschernobyl eingeladen.

Die ersten 14 Tage wurden gemeinsam im Schullandheim „Waldschlösschen“ verbracht. Deutsche und russische Betreuer sorgten sich hier gemeinsam dieser Kinder. Viele Betriebe, Einrichtungen und Institutionen trugen unentgeltlich für das leibliche und seelische Wohl dieser Kinder bei.

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