Der Hülfenberg bei Geismar (1868/1871)

An der südlichen Grenze des Eichsfeldes zwischen den Städten Mühlhausen und Heiligenstadt liegt ein Berg, der in der ganzen Gegend durch seine Höhe sichtbar und an seinem bebauten Gipfel kenntlich ist. Dies ist der St. Hülfenberg. Zu ihm geschehen alljährlich an bestimmten Tagen aus der Nähe und Ferne zahlreiche Wallfahrten, da einer solchen besonders wunderthätige Wirkungen in schweren Krankheiten zugeschrieben werden.

Ein Spaziergang (nach Lengenfeld unterm Stein, 1927)

Dem Geburtsort seiner Frau gewidmet

„Froh, des Zimmers Gefängnis entflohen“, schreit ich die Straße fürbass; grüße den Sandmann am Wege, grüße die ehrwürdige, mit Eisen beschlagene Linde, steige den Hügel hinan, winke dem scheidenden Turm und verfolge den schlängelnden Pfad, der hin zum Walde mich führt.

Letzter Besuch in Bischofstein

1943: Kurz vor den großen Bombenangriffen auf Hamburg traf ich mich dort mit Geo Neuenroth. Ich studierte in der Hansestadt und er hatte Urlaub, da sein Kahn ins Dock ging. So schlief er die Nacht über bei mir auf der Bude, und am folgenden Tag trafen wir uns bei Peter Friedburg und verbrachten dort einen feucht-fröhlichen Abend. Da die Semesterferien bald darauf begannen, verabredete ich mich mit Geo zu einem Besuch bei Rpk.

Pater Erwin Schollmeyer (1913 – 1994)

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde Pater Erwin Schollmeyer am Samstag, dem 22.10.1994 auf dem Hülfensberg beigesetzt. Vor und in der Kirche verfolgten viele Gläubigen das Requiem, das von unserem Weihbischof Hans-Reinhard Koch aus Erfurt gehalten wurde und an dem auch viele Brüder und Schwestern der franziskanischen Gemeinschaft teilnahmen.

Pater Erwin war am Dienstag, dem 18. Oktober 1994 in Soest gestorben.

Burg Gleichenstein (1935)

Die Burg Gleichenstein liegt auf einem nach drei Seiten schroff und steil abfallenden Vorsprung der im Durchschnitt 450 Meter hohen Muschelkalkhochfläche, welche den östlichen Teil des Obereichsfeldes bildet. Nur von Osten her konnte ein Angriff auf die Burg erfolgen, die an dieser Stelle durch Wallgräben geschützt war. Die heutigen Gebäude des Schlosses sind erst nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaut worden.

Südeichsfelder Silvestergebräuche einst und jetzt (1926)

„Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten …!“ So singen wir Alten bei fröhlichen Anlässen. Es ist dies Lied unser Leibstückchen, das uns zurückversetzt in die frohen Jugendtage. Ja, wie haben wir uns damals zusammengefunden zu Spiel und Tanz! Und des Jahres bewegte Runde gab uns gar oft Anlass zu heiterem Treiben. Einer der schönsten, anheimelndsten Tage, der wirklich poesievolle Stunden hervorzauberte, war der Silvesterabend.

Eichsfelder Zustände im großen Kriege - Ein Zeitbild von Archivrat Dr. G. Liebe, Kgl. Archivar in Magdeburg (1906/1907)

Kriege von langer Dauer pflegen neben dem wirtschaftlichen auch den sittlichen Zustand der Bevölkerung schädlich zu beeinflussen. Die Lockerung der rechtlichen und sozialen Verhältnisse vermehrt die Zahl der Deklassierten und eine unabweisliche Folge langer Kriegszeiten ist stets eine Zunahme der Kriminalistik und des Landstreichertums. Am stärksten hat sich dieser Einfluss immer in den von Soldheeren geführten Kriegen geltend gemacht, wo die schwache Disziplin jenen Elementen aus den Heeren selbst Zuzug verschaffte.

Der Weinbau auf dem Eichsfelde (1904)

Das Eichsfeld ist nicht so stiefmütterlich von der Natur behandelt, wie die meisten oberflächlichen Beobachter und flüchtigen Besucher dieses Landstriches behaupten. Die Ergiebigkeit seines Bodens konnte selbst in einer Zeit, die wenig Mittel zur Förderung der Fruchtbarkeit kannte, mit jedem anderen Gebiete rivalisieren; das beweist die Tatsache, dass im Mittelalter bis in die neuere Zeit auf dem gesamten Eichsfelde in nicht unbeträchtlichem Umfange Weinbau getrieben wurde.

Erinnerungen an das Hochwasserunglück vom 11. Juli 1906 in Helmsdorf (1956)

In diesem Jahre sind am 11. Juli 50 Jahre verflossen, da mein Heimat Helmsdorf von dem verheerendsten Hochwasser dieses Jahrhunderts betroffen wurde. Wer es miterlebt hat, wird diesen Tag mit seinen Schrecken nie vergessen. Nach einem schwülen Vormittag kündigte gegen 1 Uhr nachmittags starkes Donnerrollen das Herannahen eines schweren Gewitters an. Über der Hollau, dem auf einem Höhenzug östlich von Küllstedt zwischen dem Tal der Luhne und dem Tal des Mestelbaches gelegenen Walde, türmten sich gefahrdrohende schwarze Wolkenmassen.

Ein Tag des Schreckens für Katharinenberg im Jahre 1525 (1928)

Vierhundertmal hat sich das Zeitenrad seit jenem Tage um ein Jahr gedreht, aber noch sind die Zeichen jener Schreckenszeit lebendig in unserer alten Kirchenruine.

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