Das Zisterzienserkloster Reifenstein bei Birkungen

Im ehemaligen kurmainzischen Fürstentum Eichsfeld, zwischen Mühlhausen und Worbis, liegt im Schutze waldiger Berge das frühere Zisterzienserkloster Reifenstein, jetzt königliche Domäne und wirtschaftliche Frauenschule. Ehemals von hoher Bedeutung für die wirtschaftliche und geistige Kultur der Umgegend, ausgezeichnet durch hervorragende Äbte, hat es eine Leidensgeschichte wie kaum ein zweites Kloster zu verzeichnen.

Wir fahren mit der Eisenbahn (ein unvollendetes Projekt auf der Eichsfelder Höhe)

Er ist längst begraben, der schöne Plan – aber das ernstliche Bemühen des Obereisfeldes, seine wirtschaftliche Lage zu verbessern, darf nicht der Vergessenheit anheimfallen. Es war also eine industrielle Kleinbahn zwischen Mühlhausen und Heiligenstadt über Küllstedt – Wachstedt geplant. Ein großes Verdienst gebührt hier Pfarrer Carl Teichmann aus Wachstedt, und so war es auch ganz in der Ordnung, dass die erste Versammlung aller Beteiligten am 8. Oktober 1899 in Wachstedt zustande kam.

Bekennerbischof Dr. Konrad Martin

In einer der zahlreichen Kapellen, die den gewaltigen Raum des Paderborner Domes in selten schönem Kranz umschließen, hat ein Mann seine Ruhestätte bis zur Vollendung der Zeiten gefunden, dessen Name und dessen Andenken unvergesslich eingeprägt ist in tausend und abertausend Herzen: Bischof Konrad Martin. Sein Gedächtnis, sein Werk, sein Bekenntnis stehen noch immer in der ganzen Größe und Lebendigkeit in den Seelen seiner Diözesanen.

Hülfensberg-Erinnerungen eines alten Eichsfelders

Es war in der Nacht vom 10. zum 11. Juni 1899. Mit einigen größeren Schulknaben war ich schon am Nachmittag auf den Hülfensberg gegangen. In der Kirche wurde von den Wallfahrern, die den Schlaf opfern wollten, ununterbrochen laut gebetet und gesungen. Müde Pilger hatten sich auf dem Bergplateau niedergelegt und schlummerten, bis es empfindlich kalt wurde und man sich lieber bewegte. Wir standen auf der Ostwand und schauten zum Sternenhimmel hinauf. Da – weit vor der Zeit – schien die Sonne schon aufgehen zu wollen.

Die Walldürn-Wallfahrt und die Eichsfelder

Wallfahrten sind Volksbräuche, die herausgewachsen sind aus der glaubensfrohen Volksseele. Wenn sie im rechten Geiste unternommen werden, dienen sie der körperlichen und seelischen Erfrischung. In unserer eichsfeldischen Heimat haben wir ja selbst Wallfahrtsstätten, zu denen der Eichsfelder gern hinzieht. Der Hülfensberg gilt nicht nur dem Eichsfelder in der Heimat, sondern auch dem in der Fremde lebenden Eichsfelder als heimatliches Nationalheiligtum.

Der Hülfensberg einst und jetzt

Schon von weitem lassen Form und Lage des Hülfensberges erkennen, dass hier eine alte Kultstätte des Eichsfeldes und Werragebietes gewesen sein muss. Dazu war der 447 m hohe Bergkegel durch seine Lage inmitten waldgekrönter Höhenzüge mit herrlicher Aussicht nach allen Seiten wie kein anderer Berg in der ganzen Umgebung geeignet (P. Capristan Bavendiek, Der Hülfensberg, die altehrwürdige Wallfahrtsstätte, F. W. Cordier, Heiligenstadt, 1951).

Das Eichsfeld und sein Hülfensberg

Zum 1200. Todestag des hl. Bonifatius

Bischofsteiner Erinnerungen: Der Brand im Dorf (1921)

Eines Nachts wachte ich plötzlich auf, weil es auf einmal so hell im Schlafsaal wurde. Ich ging ans Fenster und sah das ganze Tal mit dem Dorf im hellen Scheine eines brennenden Hauses, dessen Flammen ziemlich hoch schlugen. Mittlerweile waren auch andere in den Nachbarschlafsälen wach geworden und diskutierten lebhaft über den Brand. Gegen Morgen jedoch hörte es auf zu brennen und wir legten uns wieder hin.

Kloster Zella

Etwa dreizehn Kilometer westlich der Stadt Mühlhausen liegt nahe der Friedaquelle, umschlossen von bewaldeten Steilhängen, das ehemalige Benediktiner-Nonnenkloster Zella, das urkundlich auch den Namen Zella Friedensspring führt. Wohl kaum hätten die Nonnen des Benediktiner-Ordens einen lauschigeren Waldwinkel für ihre Siedlung finden können wie jenes stille, abgelegene, landschaftlich reizvolle Tal des Obereichsfeldes.

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