Aus der Dreschflegelzelt

Die Arbeit in der Landwirtschaft war früher sehr anstrengend, und sie ruhte auch im Winter nicht. Wenn strenger Frost einsetzte, begann auf allen Bauernhöfen der Drusch des Getreides. Im Herbst wurde nur so viel gedroschen, wie man zur Aussaat des Wintergetreides und als Brotgetreide zum Vermahlen brauchte.

Großbartloff, einst „Bartdorff“ genannt

In einer schönen Landschaft des Süd-Eichsfeldes liegt das stille Dorf Großbartloff, eingebettet in eine herrliche Bergwelt mit Tälern und Höhen, durchweht von der würzigen Luft der umliegenden Wälder. Der alte Erholungsort ist reich an geschichtlichen Erinnerungen. Im alten Bartdorff (Bartloff) sind wir auf den Spuren des gemeinsamen Grundbesitzes der alten Markgenossen, auch „gemeine Mark“, „Gemeinheit“ genannt.

Der Eisenbahnbau vom Jahre 1876 – 1880

In den Jahren von 1876 bis 1880 wurde die Berliner-Koblenzer-Metzer-Eisenbahn vonseiten des Staats gebaut und wurde, wie berichtet, mit … Thalern veranschlagt. Diese Bahn sollte eine Militärbahn sein, auf welche das Militär bei einem Kriege mit Frankreich in einem Nu aus Deutschland und aus Preußen von dem Rhein nach Elsaß und Lothringen und die französischen Grenzen gebracht werden konnte.

Lengenfelder Einwohner im Heiligenstädter Adressbuch von 1911

Editorische Notiz:

Alle nachfolgend aufgelisteten Namen wurden sortiert nach Hausnummern. Ausnahmen bilden Personen, die bei der Erhebung der Daten in gesonderten Gebäuden wohnten (Mühlen, Forsthäuser etc). Bei den genannten Personen scheint es sich in der Regel um die jeweiligen Hauseigentümer zu handeln.

Amt: Lengenfeld, Post: Lengenfeld unterm Stein

Kruse, Joseph, Lehrer
Kirchner, Johannes, Pfarrer
 

Die (Eichsfelder) Tunnelbauten auf der Strecke Nordhausen – Wetzlar (ein bautechnischer Bericht aus dem Jahre 1883)

Editorische Notiz:

Der nachfolgende Bericht wurde auf die Tunnelbauten, welche im Eichsfeld liegen, gekürzt. Eigentlicher Schwerpunkt der Abhandlung ist der Remsfelder Tunnel (Schwalm-Eder-Kreis/Hessen) und die Schwierigkeiten bei der Erbauung desselben.

Der Autor des Beitrages ist Julius Lehwald, welcher die „technische Oberleitung für die Baustrecke Nordhausen – Wetzlar“ innehatte. Kürzungen und Auslassungen des Originaltextes wurden durch „[...]“ kenntlich gemacht.

Der Viaduct über das Friedathal bei Frieda - Ein bautechnischer Bericht aus dem Jahre 1880

Bei der Überschreitung der Bahn über das Friedathal bei Frieda musste Rücksicht genommen werden auf Durchführung des Friedaflusses in einer lichten Weite von 16 m, der Chaussee von Eschwege nach Heiligenstadt in einer Breite von 10 m und eines Feldweges von 6 m Breite.

Behufs Lösung dieser Aufgabe wurden zunächst drei Concurrenzprojecte ausgearbeitet.

Das Schmuckkästchen des Südeichsfeldes (Kirche in Wilbich)

In der Nähe des Eichsfelder Nationalheiligtums, des Hülfensberges, liegt wie von Moselbergen eingerahmt das stille, friedliche Eichsfelder Dörfchen Wilbich. Hinter Bergeshäuptern und Talschluchten hat es sich bescheiden versteckt. Doch wie das Veilchen gesucht, so ist auch dieser stille Erdenwinkel seit Jahren das Ziel vieler Wanderer. Birgt er doch in seiner Mitte einen Demant, das weitbekannte, in den Jahren 1912/13 erbaute Gotteshaus, das allgemein als das Schmuckkästchen des Südeichsfeldes gilt.

Das Zisterzienserkloster Reifenstein bei Birkungen

Im ehemaligen kurmainzischen Fürstentum Eichsfeld, zwischen Mühlhausen und Worbis, liegt im Schutze waldiger Berge das frühere Zisterzienserkloster Reifenstein, jetzt königliche Domäne und wirtschaftliche Frauenschule. Ehemals von hoher Bedeutung für die wirtschaftliche und geistige Kultur der Umgegend, ausgezeichnet durch hervorragende Äbte, hat es eine Leidensgeschichte wie kaum ein zweites Kloster zu verzeichnen.

Wir fahren mit der Eisenbahn (ein unvollendetes Projekt auf der Eichsfelder Höhe)

Er ist längst begraben, der schöne Plan – aber das ernstliche Bemühen des Obereisfeldes, seine wirtschaftliche Lage zu verbessern, darf nicht der Vergessenheit anheimfallen. Es war also eine industrielle Kleinbahn zwischen Mühlhausen und Heiligenstadt über Küllstedt – Wachstedt geplant. Ein großes Verdienst gebührt hier Pfarrer Carl Teichmann aus Wachstedt, und so war es auch ganz in der Ordnung, dass die erste Versammlung aller Beteiligten am 8. Oktober 1899 in Wachstedt zustande kam.

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