Als die Kanonenbahn gebaut wurde

Während der langen Wintermonate hat der Westerwald Ruhe. Nur Holzhauer verursachen mit Axt und Säge den gewohnten Lärm. Der Widerhall des Motorengebells berichtet über die Abfuhr gefällter Baumriesen. Wenn aber der letzte Schnee sich in die Schluchten zurückgezogen hat, erscheinen Kinder und am Sonntag auch Erwachsene aus Küllstedt, Wachstedt, Effelder und Großbartloff, um nach Frühlingsblumen Ausschau zu halten. Bussarde umkreisen ihren alten Horst.

War die heilige Elisabeth auf Schloss Steyn?

Durch Beiträge in den Nummern vom 9. März und 13. April des „Heimatborn“ ist die Frage von neuem aufgeworfen worden, ob die hl. Elisabeth auf dem Bischofstein, also auf dem Eichsfelde gewesen ist. Wir sehen nicht ein, warum sie bei der Nähe der Wartburg nicht auf dem Steyn bei Lengenfeld geweilt haben sollte und nicht auf dem Hülfensberge gebetet haben könnte.

Hildebrandshausen an der Plesse

Geburtsort des Gründers der über 150 Jahre alten Altbierbrauerei Müller in Münster/Westf., Kreuzstraße – Anno 1816 – Ahnherr des „Pinkus Müller“. – Sänger und Brauer von weltweitem Ruf.

Lambert Rummel – Altmeister der Eichsfelder Entomologen

In Lengenfeld unterm Stein feierte Anfang Juni der Bäckermeister und anerkannte Naturforscher Lambert Rummel seinen 78. Geburtstag. Das gibt uns Veranlassung, das Lebenswerk dieses Eichsfelder Wissenschaftlers im Handwerkerstand einer kurzen Betrachtung zu unterziehen.

Eichsfelder Ehrentafel: Josef Kruse (1843 – 1933)

Volkstümlicher Schulmann in Lengenfeld
geb. 31. Oktober 1843 – gest. 16. März 1933

Einem kernigen Bauerngeschlecht in Heuthen entstammte er. Sein Vater war der Landwirt und Stellmacher Valentin Kruse. Das Handwerk hat sich in der Familie über Generationen erhalten. Noch heute spricht man von Waenerhans-Engelhard, Valken usw.

Dürre und Wassernot auf der Eichsfelder Höhe - Späte Erinnerungen an das „Sonnenjahr“ 1911

Einen Sommer mit mehr Sonnenschein, blauendem Himmel und herrlichen Tagen als den vom Jahre 1911 hat noch niemand im ganzen lieben Vaterlande erlebt, auch die ältesten unter uns nicht. Das war in der Tat ein rechtes „Sonnenjahr“, unver­gesslich für jeden, dem es einst beschert wurde. Man würde sich des Jahres wohl gern und froh erinnern, wenn 1911 sich nicht zugleich auch als ein so verderbliches Notjahr erwiesen hätte. Denn es war so regenarm und trocken wie kein ande­res vor ihm und nach ihm.

Altes Osterbrauchtum auf dem Eichsfelde

Stark verbreitet auf dem Eichsfeld ist bzw. war der Glaube an die heilkräftige Wirkung des Osterwassers. Es verleiht Schönheit und Jugendfrische. Soll es die erhoffte Wirkung haben, so muss es einem Flusswasser entnommen sein, auch darf beim Holen desselben das Stillschweigen nicht gebrochen werden. Sobald die Mitternachtsstunde des Osterfestes herannaht, eilen junge Mädchen des Dorfes heimlich auf verstohlenen Wegen nach dem Bache, einen kleinen Eimer oder Topf in der Hand. Das Holen und Schöpfen des Wassers wird ihnen aber nicht leicht gemacht.

Lengenfeld im Laufe der Zeiten - Steigende Aufwärtsentwicklung in den Jahrhunderten

Nach dem Reuterschen Salbuch hatte Lengenfeld im Jahre 1610 118 Häuser, davon 6 Gemeindehäuser. Die Gemeindehäuser waren 1 Kirche, 1 Pfarrei, 1 Schule (bei der Schule war der Backofen), 1 Gemeindeschänke, 1 Brauhaus und 1 weiteres Gemeindehaus.

Naturhistorisches aus der Tierwelt des Eichsfeldes

Schon in grauer Urzeit, da unser Eichsfeld nach mit Meer bedeckt war, lebten in diesem unzählige Tiere, von denen noch die häufigen Überreste stammen, welche in unserem Muschelkalke erhalten sind. Auch später in der Trias, desgleichen im Tertiär und der hierauffolgenden Eiszeit (Diluvium) lebten hier Tiere, deren Überreste (Fossilien) wir heute in der Form sogenannter Versteinerungen bei uns finden (vgl. Neureuter, Unser Eichsfeld 1915, „Aus dem Leben der Vorzeit“).

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