Der Bischof von Fulda auf dem Hülfensberg

Am Dienstag, den 17. September. Ein wundervoller Herbsttag, ganz in Blau und Gold getaucht. Am Turm der Wallfahrtskirche weht die Fahne, weithin Willkomm bietend dem hohen Gast, dem Bischof von Fulda. Er hat drunten in Wanfried in dem St. Nikolauskirchlein gefirmt.

Aus der Geschichte des Hülfensberges

Bereits 1740-47 bemühte sich der katholische Landgraf Christian von Hessen-Rotenburg, der seinen Sitz in Eschwege hatte, auf dem Hülfensberg, der bekannten Wallfahrtsstätte des Eichsfeldes, ein Franziskanerkloster zu gründen, das die thüringische Provinz von der hl. Elisabeth übernehmen sollte.

270 Jahre altes Buchen-Bauholz (Lengenfelder Pfarrhaus)

Während über die Verwendbarkeit von Buchenholz zu Dielungen und anderen Arbeiten des inneren Ausbaues, ferner zu Brücken- und sonstigen Bodenbelägen unter freiem Himmel sowie endlich zu Eisenbahnschwellen bereits ältere wie neuere günstige Erfahrungen vorliegen, so gilt doch, wie auf S. 483 u. f. des Jahrgangs 1884 d. Bl. auf Grund eines Aufsatzes des Prof. Borggreve u.a.

Blümleins Lust

Blümlein, hoch auf Bergeshöh’n,
Sprich, was blühest du so schön
Auf dem harten Steine?
Wir dir denn die Zeit nicht lang,
Zittert nicht dein Herzchen bang?
Stehst so ganz alleine!


Blümlein schüttelt fröhlich: nein.
Schilt mir nicht den treuen Stein,
Wo ich keime, träume.
Grüßt mich nicht das Vögelein,
Küsst mich nicht das Lüftchen fein,
Rauschen nicht die Bäume?

Heimat

In schönre Fernen musst du schweifen,
Mit tausend Zaubern reich geschmückt,
Es recht zu fühlen, zu begreifen,
Wie Heimaterde nur beglückt.

Bewundernd schaust du holde Räume,
du atmest Schimmer, atmest Licht,
Doch sind es nicht der Heimat Bäume,
Der Heimat Frieden ist es nicht.

Wie unter Palmen sich und Düften,
Gehegt im goldumzognen Bau,
Der Vogel sehnt nach seinen Lüften.
Nach seinen Wäldern, seiner Au:

Altes Brauchtum auf einer obereichsfeldischen Kirmes

Eichsfelder Kirmes! – Wer denkt da nicht an Schmandkuchen, Hammel- oder sonstigen Braten, an Musik und Tanz auf dem Dorfanger? Eine höhere Weihe erhält das Fest durch die kirchliche Feier. Das ist ja schon in dem Namen Kirmes= Kirchweih enthalten. Damit ist aber der Umfang und die Bedeutung des Festes durchaus nicht erschöpft.

Johann Wolf, der Geschichtsschreiber des Eichsfeldes

Am 19. Juli 1743 wurde in Kreuzebra Johann Wolf, der spätere Geschichtsschreiber des Eichsfeldes, als Sohn des Tuchhändlers Sebastian Wolf geboren. Seit Juli 1752 besuchte er die Elementarschule bei der Ägidienkirche, seit Ostern 1753 die Jesuitenschule in Heiligenstadt.

Als die Kanonenbahn gebaut wurde

Während der langen Wintermonate hat der Westerwald Ruhe. Nur Holzhauer verursachen mit Axt und Säge den gewohnten Lärm. Der Widerhall des Motorengebells berichtet über die Abfuhr gefällter Baumriesen. Wenn aber der letzte Schnee sich in die Schluchten zurückgezogen hat, erscheinen Kinder und am Sonntag auch Erwachsene aus Küllstedt, Wachstedt, Effelder und Großbartloff, um nach Frühlingsblumen Ausschau zu halten. Bussarde umkreisen ihren alten Horst.

War die heilige Elisabeth auf Schloss Steyn?

Durch Beiträge in den Nummern vom 9. März und 13. April des „Heimatborn“ ist die Frage von neuem aufgeworfen worden, ob die hl. Elisabeth auf dem Bischofstein, also auf dem Eichsfelde gewesen ist. Wir sehen nicht ein, warum sie bei der Nähe der Wartburg nicht auf dem Steyn bei Lengenfeld geweilt haben sollte und nicht auf dem Hülfensberge gebetet haben könnte.

Hildebrandshausen an der Plesse

Geburtsort des Gründers der über 150 Jahre alten Altbierbrauerei Müller in Münster/Westf., Kreuzstraße – Anno 1816 – Ahnherr des „Pinkus Müller“. – Sänger und Brauer von weltweitem Ruf.

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