Der Viaduct über das Friedathal bei Lengenfeld - Ein bautechnischer Bericht aus dem Jahre 1880

Die Bahnlinie verfolgt, indem sie aus dem Werrathale kommt, zunächst das Friedathal bis Lengenfeld, überschreitet dasselbe mitten im Dorfe Lengenfeld in einer Kurve von 400 m Radius, kehrt auf dem rechten Ufer des Thales bis zur Einmündung des Lutterthales zurück und verfolgt dasselbe bis zur Wasserscheide bei Küllstedt. Die an und für sich missliche Durchschneidung eines so enggebauten Dorfes wie Lengenfeld konnte nur durch einen bedeutenden Aufwand von Kosten vermieden werden.

Von der Heimatliebe der Menschen auf der Eichsfelder Höhe

Die Orte auf der Eichsfelder Höhe kennt jedermann; denn ihre Kirchtürme schauen weit ins Land hinein und verraten allen, dass da unten um Turm und Gotteshaus Dörfer liegen müssen, und einer sagt es dem anderen: „Da oben am Horizont, da liegt die Struth, und die Kirche im Blauen, das ist der „Dom“ von Effelder; und der schlanke, hohe Turmkegel auf dem kahlen Berge, der gehört der Kirche von Küllstedt.

Ein kurzer Bericht zum Neubau der Lengenfelder Pfarrkirche aus dem Jahre 1883

Dieselbe wird aus Sandsteinquadern aus den Brüchen bei Heiligenstadt im gothischen Style erbaut. Die Anlage der Kirche ist eine dreischiffige und so gewählt, dass der vom alten Kirchenbau stehen gebliebene Thurm sich an die nordwestliche Ecke der Kirche anlehnt. In Folge der zum Theil sehr abschüssigen Baustelle musste die Längsaxe der Kirche von Süden nach Norden gelegt werden. An die Apsis, welche an der südlichen Seite liegt, schließt sich westlich die Sakristei an.

Der Spitzbuwe von Kalle

„Liete, äs ‘ann ehren der Spitzbuwe vun Kalle …?“

Zutrinken – ein alter Eichsfelder Hochzeitsbrauch

Hochzeitsfeiern werden heute nicht mehr auf mehrere Tage ausgedehnt. Noch um die Jahrhundertwende zog sich in manchen Dörfern des Eichsfeldes das Familienfest vom Dienstag bis Sonntag hin. Dann kamen die Gäste am Sonntag noch einmal zum Schenken zusammen. Besonders im Winter nahm man sich Zeit. Die Regierung des „Fürstentums Eichsfeld” hat mehr als einmal Verordnungen erlassen, um das Feiern einzudämmen.

Eine Riesenschüssel Kräppel stand in jedem Haus - Wie auf dem Eichsfelde Fastnacht gefeiert wurde

Den Auftakt brachte der „fette Donnerstag“. Keiner weiß, warum gerade am letzten Donnerstag vor Aschermittwoch üppiger als an den übrigen Werktagen gegessen wurde, doch es wird heute noch so gehalten, dass an diesem Morgen schon die Kinder ein besseres Frühstück in die Schule mitbekommen. Auf dem Lande hatte vor Fastnacht fast jede Familie wenigstens ein Schweinchen geschlachtet.

„Vetter Michel“ 89 Jahre alt

Einer der ältesten Einwohner der Gemeinde Lengenfeld/Stein, Herr Michael Hedderich, feierte in geistiger und körperlicher Frische seinen 89. Geburtstag. Er wurde am 7. November 1872 in Lengenfeld geboren. Schon mit vierzehn Jahren war ihm das Los so vieler Eichsfelder beschieden: er zog hinaus „in die weite Welt“, um Verdienstmöglichkeiten zu finden. Das Wollkämmen brachte ihm kargen Lohn. Aber seinen Hauptberuf, den Fellhandel, erlernte er bei seinem Vater.

Sechzig Jahre Freundschaft mit Käthe Kollwitz

Unter diesem Titel erschien 1948 ein Buch, dessen Verfasserin Beate Bonus war. Diese hat als beachtliche Schriftstellerin 30 Jahre auf dem Eichsfeld gelebt, zunächst von 1924 bis 1941 in Schloss Bischofstein, dann nach dem Tode ihres Mannes in Lengenfeld u. St. und zuletzt in Kloster Zella, wo sie am 22. März 1954 gestorben ist.

Die Schranne

Das romantische Tal, in dem das ehemalige Kloster Zella liegt, wird im Süden begrenzt von einer aus der Höhenplatte des südöstlichen Obereichsfeldes hervortretenden Bergzunge, Schranne genannt. Herrlicher Buchenbestand nimmt den einsamen Wanderer auf. Nach Westen bildet die Höhe eine schroffe Felswand der Wellenkalkstufe. Am Rande des Steilhanges klammern sich die Wurzeln alter knorriger Eiben in die zahlreichen Risse des brüchigen Gesteines.

Der Name des Hülfensberges

Aus den annähernd 60 urkundlichen Belegen, welche von diesem Namen gesammelt wurden, seien nur die wichtigsten herausgegriffen, damit sich der Leser von der lautlichen Entwicklung des Namens im Laufe der Jahrhunderte einigermaßen ein Bild machen kann. 1352 „mine Herren Sente Hulfen und siner Kercken zu Stoltenberg“ (Wolf, Kirchengeschichte Urk. 26), 1357 „Stuffenborg“ (ebenda 33), „Stauffenberg“ (ebenda 31), „Kapelle S. Salvotoris in Staufenberg“ (Vigener I, 2. Abt. Nr.

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