Ein Besuch im Wasserwerk Großbartloff (1956)

An einem heißen Frühsommertag fahren wir durch das Luttertal nach Großbartloff. Schmucke, saubere Häuser zwischen frischem Grün liegen vor uns im Glanz der Sonne. In Großbartloff wird tüchtig gebaut. Viele neue Häuser sind in den letzten Jahren hier entstanden. Die meisten sind aus Tuffsteinen, die in Großbartloff gewonnen werden. Die Schilder von Konsum- und HO-Läden leuchten uns von beiden Seiten der langen Dorfstraße entgegen. Links am Dorfrand ragt das neue Schulgebäude hoch über das Dorf.

Im idyllischen Luttergrund (1934)

Alljährlich, wenn die Menschen nach der langen Winterzeit von den ersten Frühlingssonnenstrahlen ins Freie gelockt werden, auf der Höhe aber noch die rauen, stürmenden Winde um die Herrschaft des Winters ringen ist das geschützt liegende Luttertal das Ziel vieler Spaziergänger. Die Höhenbewohner von Wachstedt, Küllstedt und Effelder ziehen in großen Scharen dorthin, wo bereits das Bächlein die Eisfesseln gesprengt hat.

Mit 60 Pferdestärken 217 Meter hoch - Vor 50 Jahren wurde die Obereichsfeldische Verbandswasserleitung in Betrieb gesetzt (1961)

Überaus groß war die Freude der Bewohner der sechs Höhendörfer Büttstedt, Effelder, Eigenrieden, Küllstedt, Struth und Wachstedt, als in der letzten Oktoberwoche 1911 endlich eine Wasserleitung das ersehnte Nass spendete. Zunächst waren es in den einzelnen Orten noch die vollgelaufenen Brunnen, aus denen man schöpfte. Sämtliche Hausanschlüsse wurden aber im Laufe der Woche in Betrieb genommen.

Mit der Kanonenbahn nach Effelder

Zunächst soll jeder Leser erfahren, warum die Eisenbahn, die von Leinefelde über Dingelstädt nach Geismar fährt, den eigenartigen Namen „Kanonenbahn“ führt. Den Namen trägt sie nun beinahe 75 Jahre, und er stammt aus jenen Zeiten, in denen man glaubte, dass der Krieg „der Vater aller Dinge“ sei und dass jede Friedenszeit vor allem wieder der Vorbereitung eines neuen Krieges dienen müsse.

Die Geschichte einer Quelle (der Kellerborn in Effelder)

Diese „Geschichte“ wurde geschrieben vor allem für die Leute da oben in Effelder, insbe­sondere für die Alten, damit sie sich der segenspendenden Quelle mitten in ihrem Dorf wieder einmal erinnern möchten. Jeder Bewohner des Ortes wird jetzt gleich wissen, dass da mit der Quelle nur der alte, treue „Kellerborn“ gemeint sein kann. Ja, der ist‘s! Weit und breit gibt es keinen Brunnen, der den Menschen jahrhundertelang ein größerer Wohl­täter gewesen wäre als dieser.

Der fleißigste Bach des Eichsfeldes - eine heimatkundliche Plauderei

Jetzt werden die zahlreichen Bäche des Eichsfeldes gleich daher rauschen: „Der fleißig­ste Bach? Nun, das bin ich!" – „Nein, ich!“ Jeder Bach ruft es, und jeder glaubt auch, dass ihm der Ruhm gebührt. Leine, Unstrut und Wipper vollführen da ein lautes Gebrause, reden von ihrem langen Lauf, ihrer Breite und Tiefe, zeigen auf die vielen Mühlräder an ihren Ufern und schauen von oben herab auf die unbedeutenden Bächlein.

Vergessene Bildstöcke - Dem Untergang geweihter Erinnerungsstein in der Wüstung Wolkramshausen bei Dingelstädt

Jeder Fremde, der in der Eisenbahn oder im Auto durch unser Eichsfeld fährt, mehr aber noch die Besucher, die in ihren Urlaubstagen das friedliche Ländchen durchwandern, sie alle werden bald feststellen können, dass dieser Landschaft ein ganz besonderer Cha­rakter eigen ist, wodurch sie sich von allen anderen Gegenden Mitteldeutschlands auf­fällig unterscheidet.

Archiv für Molluskenfunde - Schneckenfunde bei Lengenfeld unterm Stein (1921)

Im IV. Teil dieser Arbeit (Heft IV, 1921) wurde das große Kalktufflager von Großbartloff auf dem Obereichsfelde besprochen. Ein zweites, kleineres Lager findet sich 2 km westlich vom Dorfe Lengenfeld auf dem linken Gehänge des Friedatales unterhalb der Hagemühle. (Blatt Lengenfeld unterm Stein.) Der Kalktuff ist von einer Quelle tektonischen Ursprungs, die aus einer Verwerfung austritt, abgesetzt worden. Ein verlassener Steinbruch zeigt noch Reste einer Werkbank von 1,00 m Mächtigkeit.

Archiv für Molluskenfunde - Ein Kalktufflager bei Großbartloff (1921)

Ein weiteres, von mir eingehend untersuchtes Kalktufflager liegt auf dem geologischen Kartenblatte Lengenfeld. Dasselbe umfaßt Teile des landschaftlich hervorragend schönen Obereichsfeldes.

75 Jahre Franziskaner auf dem Hülfensberge (1936)

Auf eine segensreiche, 75-jährige Zeit der Vergangenheit konnte am 16. April 1935 der Convent des Franziskanerklosters auf dem Nationalheiligtum des Eichsfeldes, der waldgekrönten Gnadenstätte des Hülfensberges zurückblicken.

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