In Spanien gebliebene Obereichsfelder (1809)

Beberstedt:

Christoph Barthel
Atenus Döring
Heinrich Döring
Johann Georg Kaufhold
Martin Schilling
Nikolaus Schilling

Bischhagen:

Franz Kahlmeyer

Bornhagen:

Christoph Arold (+ Figueras)

Büttstedt:

Ignaz Goldmann

Diedorf:

Die Hochwasserkatastrophe des 4. Februar 1909 auf dem Eichsfelde

In seltenem Zusammentreffen haben widrige Umstände in der ersten Woche des diesjährigen Februar wie in zahlreichen Gebirgsgegenden Deutschlands, so auch auf dem Gesamteichsfelde, eine Hochwasserkatastrophe veranlasst. Reichliche Niederschläge in den Monaten November und Dezember 1908, die den Boden durchsättigten und ihn, als er im Januar im Frost erstarrte, unfähig machten zur Aufnahme neuer Feuchtigkeit; der starke Schneefall in den Tagen vom 27. Januar bis 2.

Der Annaberg bei Struth – ein vergessener Wallfahrtsort

Auf dem Obereichsfelde liegt in einen lieblichen Talkessel das ehemalige, von den Heimatdichtern oft besungene Frauen-Kloster Zella. In stiller Einsamkeit liegt es da, ringsum von steilen, waldbewachsenen Höhen bekränzt. Im Grunde des Tales rauscht die junge Frieda, welche in der Nähe des Klosters entspringt und eilenden Laufes dem Ausgange des Gebirgskessels zustrebt, um bald als stattliches Flüsschen den Fuß des heiligen Berges zu bespülen.

Die Mundart prägt das Brauchtum - vor zehn Jahren starb Dr. Christoph Völker

Im lieblichen Eichsfelddörfchen Faulungen stand die Wiege eines Mannes, dem die Eichsfelder Dialektforschung unendlich viel verdankt. Christoph Völker erblickte am 31. Mai 1890 das Licht der Welt. Der begabte Knabe fühlte sich zu Höherem berufen und studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und Breslau. Im August 1914 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht. Zwölf Jahre wirkte er als Vikar in Vörden (Kreis Höxter) und beschäftigte sich bereits damals viel mit rechtshistorischen Studien.

Kloster Zelle

Kloster Zelle, auch Friedenspring genannt, Bened. Ordens, ist unter den Frauen-Klöstern das älteste, vielleicht noch älter als Gerode und Steine. Alle Kloster-Urkunden sind 1649 zu Mühlhausen im Zellischen Hofe, wo man sie während des 30jährigen Kriegs niedergelegt hatte, ein Raub der Flammen geworden. Daher kann weder die Zeit der Stiftung, noch der Stifter angegeben werden.

Der Viaduct über das Friedathal bei Lengenfeld - Ein bautechnischer Bericht aus dem Jahre 1880

Die Bahnlinie verfolgt, indem sie aus dem Werrathale kommt, zunächst das Friedathal bis Lengenfeld, überschreitet dasselbe mitten im Dorfe Lengenfeld in einer Kurve von 400 m Radius, kehrt auf dem rechten Ufer des Thales bis zur Einmündung des Lutterthales zurück und verfolgt dasselbe bis zur Wasserscheide bei Küllstedt. Die an und für sich missliche Durchschneidung eines so enggebauten Dorfes wie Lengenfeld konnte nur durch einen bedeutenden Aufwand von Kosten vermieden werden.

Von der Heimatliebe der Menschen auf der Eichsfelder Höhe

Die Orte auf der Eichsfelder Höhe kennt jedermann; denn ihre Kirchtürme schauen weit ins Land hinein und verraten allen, dass da unten um Turm und Gotteshaus Dörfer liegen müssen, und einer sagt es dem anderen: „Da oben am Horizont, da liegt die Struth, und die Kirche im Blauen, das ist der „Dom“ von Effelder; und der schlanke, hohe Turmkegel auf dem kahlen Berge, der gehört der Kirche von Küllstedt.

Ein kurzer Bericht zum Neubau der Lengenfelder Pfarrkirche aus dem Jahre 1883

Dieselbe wird aus Sandsteinquadern aus den Brüchen bei Heiligenstadt im gothischen Style erbaut. Die Anlage der Kirche ist eine dreischiffige und so gewählt, dass der vom alten Kirchenbau stehen gebliebene Thurm sich an die nordwestliche Ecke der Kirche anlehnt. In Folge der zum Theil sehr abschüssigen Baustelle musste die Längsaxe der Kirche von Süden nach Norden gelegt werden. An die Apsis, welche an der südlichen Seite liegt, schließt sich westlich die Sakristei an.

Der Spitzbuwe von Kalle

„Liete, äs ‘ann ehren der Spitzbuwe vun Kalle …?“

Zutrinken – ein alter Eichsfelder Hochzeitsbrauch

Hochzeitsfeiern werden heute nicht mehr auf mehrere Tage ausgedehnt. Noch um die Jahrhundertwende zog sich in manchen Dörfern des Eichsfeldes das Familienfest vom Dienstag bis Sonntag hin. Dann kamen die Gäste am Sonntag noch einmal zum Schenken zusammen. Besonders im Winter nahm man sich Zeit. Die Regierung des „Fürstentums Eichsfeld” hat mehr als einmal Verordnungen erlassen, um das Feiern einzudämmen.

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