Die alte „Kanonenbahn“ und der Lengenfelder Viadukt

„Wer die zwischen den Stationen Geismar (bis Großbartloff links sitzen!) und Küllstedt gelegene Strecke der genannten Bahn durchfährt, lernt nicht bloß ein herrliches Stück der schönen Gotteswelt kennen, sondern auch ein Werk deutscher Bautechnik, so großartig und so kühn, wie nur selten eine Gegend es aufzuweisen hat.“ (aus: „Das Buch vom Eichsfelde“ von H. Leineweber, 1900)

Der Eichsfelder in der Fremde

Auf einer Eisenbahnfahrt kam ich einmal mit einem Geistlichen ins Gespräch. Er erzählte mir von seiner schwierigen Seelsorge in dem Außenbezirk einer Großstadt. Haarsträubende Dinge kamen da zum Vorschein. Ich habe selber auch schon manches erlebt, aber solch schlimme Verhältnisse hatte ich noch nicht kennengelernt.

Der Bischof von Fulda auf dem Hülfensberg

Am Dienstag, den 17. September. Ein wundervoller Herbsttag, ganz in Blau und Gold getaucht. Am Turm der Wallfahrtskirche weht die Fahne, weithin Willkomm bietend dem hohen Gast, dem Bischof von Fulda. Er hat drunten in Wanfried in dem St. Nikolauskirchlein gefirmt.

Aus der Geschichte des Hülfensberges

Bereits 1740-47 bemühte sich der katholische Landgraf Christian von Hessen-Rotenburg, der seinen Sitz in Eschwege hatte, auf dem Hülfensberg, der bekannten Wallfahrtsstätte des Eichsfeldes, ein Franziskanerkloster zu gründen, das die thüringische Provinz von der hl. Elisabeth übernehmen sollte.

270 Jahre altes Buchen-Bauholz (Lengenfelder Pfarrhaus)

Während über die Verwendbarkeit von Buchenholz zu Dielungen und anderen Arbeiten des inneren Ausbaues, ferner zu Brücken- und sonstigen Bodenbelägen unter freiem Himmel sowie endlich zu Eisenbahnschwellen bereits ältere wie neuere günstige Erfahrungen vorliegen, so gilt doch, wie auf S. 483 u. f. des Jahrgangs 1884 d. Bl. auf Grund eines Aufsatzes des Prof. Borggreve u.a.

Blümleins Lust

Blümlein, hoch auf Bergeshöh’n,
Sprich, was blühest du so schön
Auf dem harten Steine?
Wir dir denn die Zeit nicht lang,
Zittert nicht dein Herzchen bang?
Stehst so ganz alleine!


Blümlein schüttelt fröhlich: nein.
Schilt mir nicht den treuen Stein,
Wo ich keime, träume.
Grüßt mich nicht das Vögelein,
Küsst mich nicht das Lüftchen fein,
Rauschen nicht die Bäume?

Heimat

In schönre Fernen musst du schweifen,
Mit tausend Zaubern reich geschmückt,
Es recht zu fühlen, zu begreifen,
Wie Heimaterde nur beglückt.

Bewundernd schaust du holde Räume,
du atmest Schimmer, atmest Licht,
Doch sind es nicht der Heimat Bäume,
Der Heimat Frieden ist es nicht.

Wie unter Palmen sich und Düften,
Gehegt im goldumzognen Bau,
Der Vogel sehnt nach seinen Lüften.
Nach seinen Wäldern, seiner Au:

Altes Brauchtum auf einer obereichsfeldischen Kirmes

Eichsfelder Kirmes! – Wer denkt da nicht an Schmandkuchen, Hammel- oder sonstigen Braten, an Musik und Tanz auf dem Dorfanger? Eine höhere Weihe erhält das Fest durch die kirchliche Feier. Das ist ja schon in dem Namen Kirmes= Kirchweih enthalten. Damit ist aber der Umfang und die Bedeutung des Festes durchaus nicht erschöpft.

Johann Wolf, der Geschichtsschreiber des Eichsfeldes

Am 19. Juli 1743 wurde in Kreuzebra Johann Wolf, der spätere Geschichtsschreiber des Eichsfeldes, als Sohn des Tuchhändlers Sebastian Wolf geboren. Seit Juli 1752 besuchte er die Elementarschule bei der Ägidienkirche, seit Ostern 1753 die Jesuitenschule in Heiligenstadt.

Inhalt abgleichen