Alte Zeitungsmeldungen mit Bezug zu Lengenfeld unterm Stein

Vorbemerkung:

Die nachfolgende Auflistung präsentiert verstreute Meldungen, die einen Bezug zu Lengenfeld unterm Stein aufweisen, und bei Durchsicht älteren Zeitungen und Zeitschriften eher zufällig entdeckt wurden. Folglich stehen die Kurztexte und Meldungen in keinem thematischen Zusammenhang. Wann immer neue Texte dieser Art gefunden werden, kann diese Reihe fortgesetzt werden.

Oliver Krebs
Ortschronist von Lengenfeld unterm Stein (im Januar 2019)

Reise von * * * nach Mariä Hülf auf dem Eichsfeld

Aus diesem Briefe, der von einem Frauenzimmer voll Geist an einen ihrer Freunde wirklich geschrieben worden, hat man kürzlich mit Vergnügen, in Herrn Prof. Schlözers Briefwechsel (18 Heft. S. 362 – 369) einen Auszug gelesen. So viel Angenehmes auch dort noch übrig geblieben, und so lehrreich und unterhaltend das Hinzugesetzte ist; so werden doch gewis unsere Leser uns Dank für die Mittheilung des ganzen Briefes wissen, wozu wir die Erlaubnis der vortreflichen Verfasserin erhalten haben.

Am alten „Stuffenberg“

Am „ Heiligenberg“ befindet sich ein Abhang unterm Rollsberg, der sich bis ins Gretchen erstreckt. Hier ist Grund und Boden aus fränkischer Zeit. Der Heiligenberg gehört zur ehemaligen Dotation der Kirche. Die Einkünfte des alten Kirchenlandes (Pachtland) flossen dem Pfarrherrn zu. Im Gebiet des Heiligenberg und Rollsberg hat man den Weiler „Luceyshusen“ („villa Luceyfshusen“, Luceyfshus) vermutet. 1328 besitzt der Erzbischof von Mainz an dieser Stelle 2 Hufen Land (dua allodia).

Wanderung durch die Herbstschönheiten des Südeichsfeldes

Verschwunden ist die reiche Blumenpracht des Sommers. An seine Stelle ist das Leuchten in vielfachen Farben der reifen Hagebutten, Ebereschen, Holunder und Vogelbeeren getreten. Nur längs des Weges, den wir aufwärts wandern, grüßen uns die letzten hellblauen Blüten des Wegwarts und die dunkelblauen Blumen des Herbstenzians. Gleich einem silbergrauen Schleier lagern sich über die Raine die sich tausendfach windenden Zweige des Teufelszwirns, durch die blaubereifte Schlehen lugen.

Schutz der Hecken und Raine

Trotz des politischen Verbotes greift die Unsitte des Abbrennens der Raine, Böschungen und dürren Grasflächen von Jahr zu Jahr immer mehr um sich. Wie traurig sieht so ein Rain noch den ganzen Sommer hindurch aus mit seinen halb verkohlten Schwarzdornbüschen und Heckenrosen! – Landwirte! Ihr klagt jedes Jahr über Mäuseplage und Schneckenfraß. – Habt ihr denn schon mal so einen abgebrannten Rain untersucht? Dort findet ihr die toten Igel, die ausgesprochenen Vertilger der Mäuse und Schnecken, verbrannt.

Von Paderborn nach Fulda

Unsre Tage flieh‘n vorüber;
Nichts ist von Beständigkeit,
Bis wir wechseln einst hinüber
In die ew‘ge Seligkeit.

Stadt an frommer Pader Quelle,
Führer warst du uns bisher,
Gabest Licht und Glaubenshelle
Uns von Rom in reiner Lehr‘!

Heute wandern uns‘re Blicke
Hin nach Fulda an den Strom,
Gleichwie einer neuen Brücke
Zu der ew‘gen Stadt nach Rom.

Die Eichsfelder und Fulda

Durch das neue Konkordat, das die Kirche mit dem preußischen Staate geschlossen hat, ist auch bestimmt worden, dass das Eichsfeld zur Diözese Fulda kommt. Diese Nachricht ist dem Eichsfelde zunächst überraschend gekommen. Auch der Eichsfelder hängt an seinen alten Traditionen und das mit Recht. Er würde auch kein guter Katholik sein, wenn ihn nicht die langen Jahre der Zugehörigkeit zur Paderborner Diözese mit dieser eng verbunden hätten.

Die alte „Kanonenbahn“ und der Lengenfelder Viadukt

„Wer die zwischen den Stationen Geismar (bis Großbartloff links sitzen!) und Küllstedt gelegene Strecke der genannten Bahn durchfährt, lernt nicht bloß ein herrliches Stück der schönen Gotteswelt kennen, sondern auch ein Werk deutscher Bautechnik, so großartig und so kühn, wie nur selten eine Gegend es aufzuweisen hat.“ (aus: „Das Buch vom Eichsfelde“ von H. Leineweber, 1900)

Der Eichsfelder in der Fremde

Auf einer Eisenbahnfahrt kam ich einmal mit einem Geistlichen ins Gespräch. Er erzählte mir von seiner schwierigen Seelsorge in dem Außenbezirk einer Großstadt. Haarsträubende Dinge kamen da zum Vorschein. Ich habe selber auch schon manches erlebt, aber solch schlimme Verhältnisse hatte ich noch nicht kennengelernt.

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