Bischofsteiner Erinnerungen: Der Brand im Dorf (1921)

Eines Nachts wachte ich plötzlich auf, weil es auf einmal so hell im Schlafsaal wurde. Ich ging ans Fenster und sah das ganze Tal mit dem Dorf im hellen Scheine eines brennenden Hauses, dessen Flammen ziemlich hoch schlugen. Mittlerweile waren auch andere in den Nachbarschlafsälen wach geworden und diskutierten lebhaft über den Brand. Gegen Morgen jedoch hörte es auf zu brennen und wir legten uns wieder hin.

Kloster Zella

Etwa dreizehn Kilometer westlich der Stadt Mühlhausen liegt nahe der Friedaquelle, umschlossen von bewaldeten Steilhängen, das ehemalige Benediktiner-Nonnenkloster Zella, das urkundlich auch den Namen Zella Friedensspring führt. Wohl kaum hätten die Nonnen des Benediktiner-Ordens einen lauschigeren Waldwinkel für ihre Siedlung finden können wie jenes stille, abgelegene, landschaftlich reizvolle Tal des Obereichsfeldes.

Zur Chronik der Gemeinde Struth bei Mühlhausen i. Thür.

Nach der hinterlassenen Chronik des Lehrers Karl Gatzemeyer

Hauptlehrer a. D. Johannes Feldmann (Nachruf)

Im Alter von 85 Jahren starb am 22. Mai d. J. in Sontheim-Brenz, in der Au 12, Hauptlehrer a. D. Johannes Feldmann, eine in Geismar und weit darüber hinaus geachtete und hochgeehrte Lehrerpersönlichkeit. Der Verstorbene hat sich große Verdienste als langjähriger Lehrer, Erzieher, Organist und Dirigent erworben. Vielen Schülergenerationen hat er in Treue und Verantwortung seines Berufes gedient. Feldmann war dem Schönen zugetan und wirkte in der Stille. Er konnte auf ein reiches Lebenswerk zurückblicken.

Die Pfarrei- und Kirchentreppen

Viele Sehenswürdigkeiten
Hat mein liebes Lengenfeld,
Wer will dieses mir bestreiten,
Dass es was auf „Hoheit” hält.

Dort zu sehen mit Entzücken
Ist die hohe Eisenbrücken,
– und was and‘res hat es noch,
Was erscheint mir reichlich „hoch”.

Eine Treppe tut vor allem
Mir recht sonderlich gefallen,
Eine Treppe mit viel Stiegen,
Und die tät beim Pfarrhaus liegen.

In Spanien gebliebene Obereichsfelder (1809)

Beberstedt:

Christoph Barthel
Atenus Döring
Heinrich Döring
Johann Georg Kaufhold
Martin Schilling
Nikolaus Schilling

Bischhagen:

Franz Kahlmeyer

Bornhagen:

Christoph Arold (+ Figueras)

Büttstedt:

Ignaz Goldmann

Diedorf:

Die Hochwasserkatastrophe des 4. Februar 1909 auf dem Eichsfelde

In seltenem Zusammentreffen haben widrige Umstände in der ersten Woche des diesjährigen Februar wie in zahlreichen Gebirgsgegenden Deutschlands, so auch auf dem Gesamteichsfelde, eine Hochwasserkatastrophe veranlasst. Reichliche Niederschläge in den Monaten November und Dezember 1908, die den Boden durchsättigten und ihn, als er im Januar im Frost erstarrte, unfähig machten zur Aufnahme neuer Feuchtigkeit; der starke Schneefall in den Tagen vom 27. Januar bis 2.

Der Annaberg bei Struth – ein vergessener Wallfahrtsort

Auf dem Obereichsfelde liegt in einen lieblichen Talkessel das ehemalige, von den Heimatdichtern oft besungene Frauen-Kloster Zella. In stiller Einsamkeit liegt es da, ringsum von steilen, waldbewachsenen Höhen bekränzt. Im Grunde des Tales rauscht die junge Frieda, welche in der Nähe des Klosters entspringt und eilenden Laufes dem Ausgange des Gebirgskessels zustrebt, um bald als stattliches Flüsschen den Fuß des heiligen Berges zu bespülen.

Die Mundart prägt das Brauchtum - vor zehn Jahren starb Dr. Christoph Völker

Im lieblichen Eichsfelddörfchen Faulungen stand die Wiege eines Mannes, dem die Eichsfelder Dialektforschung unendlich viel verdankt. Christoph Völker erblickte am 31. Mai 1890 das Licht der Welt. Der begabte Knabe fühlte sich zu Höherem berufen und studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und Breslau. Im August 1914 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht. Zwölf Jahre wirkte er als Vikar in Vörden (Kreis Höxter) und beschäftigte sich bereits damals viel mit rechtshistorischen Studien.

Kloster Zelle

Kloster Zelle, auch Friedenspring genannt, Bened. Ordens, ist unter den Frauen-Klöstern das älteste, vielleicht noch älter als Gerode und Steine. Alle Kloster-Urkunden sind 1649 zu Mühlhausen im Zellischen Hofe, wo man sie während des 30jährigen Kriegs niedergelegt hatte, ein Raub der Flammen geworden. Daher kann weder die Zeit der Stiftung, noch der Stifter angegeben werden.

Inhalt abgleichen