Der fleißigste Bach des Eichsfeldes - eine heimatkundliche Plauderei

Jetzt werden die zahlreichen Bäche des Eichsfeldes gleich daher rauschen: „Der fleißig­ste Bach? Nun, das bin ich!" – „Nein, ich!“ Jeder Bach ruft es, und jeder glaubt auch, dass ihm der Ruhm gebührt. Leine, Unstrut und Wipper vollführen da ein lautes Gebrause, reden von ihrem langen Lauf, ihrer Breite und Tiefe, zeigen auf die vielen Mühlräder an ihren Ufern und schauen von oben herab auf die unbedeutenden Bächlein.

Vergessene Bildstöcke - Dem Untergang geweihter Erinnerungsstein in der Wüstung Wolkramshausen bei Dingelstädt

Jeder Fremde, der in der Eisenbahn oder im Auto durch unser Eichsfeld fährt, mehr aber noch die Besucher, die in ihren Urlaubstagen das friedliche Ländchen durchwandern, sie alle werden bald feststellen können, dass dieser Landschaft ein ganz besonderer Cha­rakter eigen ist, wodurch sie sich von allen anderen Gegenden Mitteldeutschlands auf­fällig unterscheidet.

Archiv für Molluskenfunde - Schneckenfunde bei Lengenfeld unterm Stein (1921)

Im IV. Teil dieser Arbeit (Heft IV, 1921) wurde das große Kalktufflager von Großbartloff auf dem Obereichsfelde besprochen. Ein zweites, kleineres Lager findet sich 2 km westlich vom Dorfe Lengenfeld auf dem linken Gehänge des Friedatales unterhalb der Hagemühle. (Blatt Lengenfeld unterm Stein.) Der Kalktuff ist von einer Quelle tektonischen Ursprungs, die aus einer Verwerfung austritt, abgesetzt worden. Ein verlassener Steinbruch zeigt noch Reste einer Werkbank von 1,00 m Mächtigkeit.

Archiv für Molluskenfunde - Ein Kalktufflager bei Großbartloff (1921)

Ein weiteres, von mir eingehend untersuchtes Kalktufflager liegt auf dem geologischen Kartenblatte Lengenfeld. Dasselbe umfaßt Teile des landschaftlich hervorragend schönen Obereichsfeldes.

75 Jahre Franziskaner auf dem Hülfensberge (1936)

Auf eine segensreiche, 75-jährige Zeit der Vergangenheit konnte am 16. April 1935 der Convent des Franziskanerklosters auf dem Nationalheiligtum des Eichsfeldes, der waldgekrönten Gnadenstätte des Hülfensberges zurückblicken.

Unser täglich Brot gib uns heute ... (1992)

Während unserer Kindheit – Jahre vor dem 2. Weltkrieg – wurde fast in jedem Haus in unserem Dorf durch die Hausfrau und Mutter Brot gebacken. Fast jeder Dorfbewohner hatte einen Acker oder betrieb eine Landwirtschaft, so dass Korn selbst angebaut wurde.

Kartoffelfeuer (1992)

In der vorigen Ausgabe hatte ich Ihnen, hebe Leser, ein paar Erinnerungen aus den Herbsttagen meiner Kindheit mitgeteilt. So gehörte es seinerzeit auch zu einem großen Erlebnis, wenn im Herbst die Kartoffelfelder abgeerntet waren, bei trockenem und sonnigem Wetter mit dem dürren Kartoffelkraut ein Feuer anzubrennen. Zu dieser Zeit hatte fast jeder Dorfbewohner auf unserem kargen Eichsfeld ein Kartoffelfeld, um die Familien mit selbstangebauten Kartoffeln über den nächsten Winter zu bringen.

Auch der Herbst hat seine schönen Tage (1992)

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, so hatte die jetzige Herbstzeit für uns Kinder ihre besonderen Reize, nachdem die Felder abgeerntet waren. Da begannen wir (wir, das waren vier ältere Brüder und ich) und knobelten, konstruierten und bastelten einen riesengroßen Drachen.

Der Wald, Heimstätte vieler Vogelarten (1992)

Der aufmerksame Spaziergänger stellt fest, wenn er Augen und Ohren offen hält, dass es eine Vielzahl von Vogelarten im Wald gibt. Sie sind wie alle Waldbewohner auch sehr scheu. So hört man den Eichelhäher sehr deutlich kreischen, doch von der Nähe sieht man ihn selten.

Da gibt es die Kohlmeise mit ihrer schwarzen Kopfhaube, die Blaumeise mit dem blauen Köpfchen. Die Tannenmeise sieht dagegen eher hässlich aus. Mit ihrem faden, grauen Federkleid wirkt sie wie verwittert.

Zwei Wanderungen durch dasselbe Tal (1954)

Erschrick nicht, lieber Leser, wenn ich dich zweimal in dasselbe Tal führe. Es soll aber kein nutzloses, müßiges Wandern werden, wir wollen vielmehr beobachten, vergleichen und erkennen, wie sich eine Landschaft unter der starken Hand des schaffenden Menschen  verändert und wie er die Kräfte der Natur bändigt, auf dass sie für ihn zum Segen werden.

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