Auf dem Hanstein

Schon wirft der Linde Frühlingswind
Die ersten Blüten nieder,
Reicht mir den Wanderstab geschwind,
Mich zieht’s zur Heimat wieder!
Ich seh’ im ersten Morgenstrahl
Die Heimatberge blinken
Und überm grünen Werratal
Den alten Hanstein winken.

Du stehst da wie ein heil’ger Gral,
In Sagen eingesponnen,
Und schaust ins weite Germartal
Gar traumhaft und versonnen.
Bald steig’ ich in dein gastlich Haus.
Von Turm und Mauerwällen
Schau ich ins weite Land hinaus
Mit frohen Fahrtgesellen.

Auf der Klosterschrenn

Weitab vom lärmenden Menschenmeer
Grüßt mich ein goldbeglänztes Tal,
Ganz wie das wogende blaue Meer
Im letzten Abendsonnenstrahl!
Friede! lispeln meine Lippen,
Friede! tönt’s von tausend Klippen.

Hier fährt die Seele auf leichtem Kahn
Ins Traumland, das sie selbst nicht kennt;
Sie schwingt sich im Traume himmelan
Aus Tiefen, wo das Schicksal brennt.
Versunken sind alle Sorgen,
Es schreit kein heute, kein Morgen!

Lengenfeld unterm Stein

Wo die Wälder noch rauschen so heimlich und traut,
wo über den Bergen der Himmel sich blaut,
wo in heimlichen Gründen der Wildbach schäumt,
tief unten im Bergtal die "Frieda" träumt,
wo die Sage noch schreitet auf stillen Höhn
und Wichtelmännchen durchs Walperbühl gehen:
Da liegt meine Heimat im sonnigen Schein,
mein liebliches Dörfchen dort "Unter dem Stein".

Auf dem Hülfensberge

Nun weicht die Nacht dem ersten Morgengrau.
Das Wiesental erglänzt im frischen Tau.
Am Fluss schleichen Nebel hin und her. ,
Nur Berg und Hügel lugen aus dem Meer.
Und wie ein Leuchtturm ragt der Hülfensberg empor
Und ruft die Mühsalheißen zu seinem Gnadentor.

Drei Eichen

Am Struther Berge steh’n drei Eichen
Die weit und breit nicht ihresgleichen.
Sie tragen ein Stück Ewigkeit
In ihrem tausendfalt’gen Kleid.
Das wissen die alten Raben,
Die in den Kronen Wohnrecht haben.

Ein blühend Leben umkreist die Eichen;
Dort tanzt die Jugend Ringelreihen,
Am Rain, im Hain, im Maienglanz,
Ein jeder hascht nach Tanz und Kranz.
Die Blätter rauschen so leis und tief,
Als ob ein Märchen in ihnen schlief.“

Die Wallfahrt zum Annaberg

Vom Kloster Zella etwa 700 m in nördlicher Richtung entfernt stand bis zum Jahre 1869 auf Einem Bergvorsprung eine Kapelle, in der die heilige Anna verehrt wurde. In dieser Kapelle, die im Jahre 1714 unter Beibehaltung des Glockenturmes vom Jahre 1672 neu aus Stein gebaut wurde, stand das Gnadenbild der hl. Anna, das sogenannte „Selbdrittbild“. Zu diesem Gnadenbild wallfahrteten am jährlichen „Annatag“ (26. Juli) seit Beginn des 18. Jahrhunderts die Einwohner von Struth, Effelder, Küllstedt, Büttstedt, Bickenriede, Lengenfeld u./Stein, Hildebrandshausen und Faulungen in Prozessionen.

Mauerreste auf dem heutigen Burggelände

Auch in heutiger Zeit wird das ehemalige Burggelände oft von einheimischen und auch ortsfremden Wanderern aufgesucht, um einen Blick von der knapp 400 Meter hohen Schlosskuppe zu genießen. Aber auch historisch Interessierte zieht es des Öfteren auf den Lengenfelder Burgberg, um den Überresten der einstigen Festung nachzuspüren.

„Wetten, dass es ohne Wirt – auch was wird!“

Bericht über den Lengenfelder Karneval im Frühjahr 2011

Unter diesem Motto standen in diesem Jahr die närrischen Tage. Dank der Hilfe des Sportvereines Blau-Weiß wurde selbiger zu allen Veranstaltungen auch nicht vermisst. An dieser Stelle einen Dank an den Sportverein, allen voran dem Sportfreunden Achim Simon und Heinz Ruhland!

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