Gedichte

Leid und Glück

Neide nicht des Anderen Glück
Wenn dich mal Leid und Sorge drückt,
Denn hinter Glück und Herrlichkeit
Verbirgt sich oft noch größeres Leid.

Kreuz auf dem Hülfensberge

Hoch überm Friedatale,
Von steiler Felsenwand,
Ein Kreuz vom Hülfensberge
Schaut weit ins Eichsfeldland.

Das Kreuz es steht dort oben,
so mächtig hoch und hehr,
Und nur der Himmelsbogen
Der wölbt sich drüber her.

Den Blick dem Eichsfeld zugewandt,
Grüßt es hoch vom Gipfelrand,
Und das Volk im Eichsfeldland -
Hat den Blick zum Kreuz gewandt

In Leid

Wenn in trüben Sorgenstunden
Nirgends hast ein Trost gefunden,
dann gehe in dein Kämmerlein,
tritt vor des Heilands Kreuzesbild.
Er schaut auf dich so lieb und mild,
er wird dein Not und Klag verstehn
und auch dein Leid und Sorge sehn.
Er gibt dir Mut und hilft dir tragen
Ohne Murren ohne Klagen.
So hab ich mich stets aufgerüttelt,
wenn Lebensstürme mich geschüttelt.
Denn im festen Gottvertrauen
lässt sich alles anders schauen.

In Freud

Wenn dir des Lebenssonne lacht
Wenn's Glück ist eingekehrt
Und Frohsinn dich beschert
Dann gehe zu dem Kreuze hin
Und Dank dem Herrgott still
Weil er an dich gedacht.
So hab auch ich es stets gehalten
Und lasse ihn auch weiter walten
In Leid und Freud' denke ich
Was er schenkt, ist gut für mich.

Herr, zeig mir Deine Wege

Herr, zeig mir Deine Wege,
Gib mir dazu die Gnad,
Dass ich nicht verfehle
Deinen sicheren Pfad.

Herr, zeig mir Deine Wege,
Tu’ meine Schritte leiten
Und mit Deinem Segen
Will ich vorwärts schreiten.

Herr, zeig mir Deine Wege,
Gib mir dazu Dein Gnad,
Damit ich immer wandle
Nur auf Deinem Pfad.

Heimatgedenken

Einst zog ich fort vom Heimatland,
Die Welt, die ist mir nun bekannt.
Schon viele Jahre ist es her,
Doch ist’s als wenn’s erst gestern wär.

Im Vaterhaus, am Berg gebaut,
Hab ich zuerst die Welt geschaut.
Das Mütterlein gab mir den Segen
Auf allen meinen Lebenswegen.

Die Eltern ruhn schon längst im Grab,
Doch ich sie nicht vergessen hab.
Längst bin ich schon ein alter Greis,
In Wehmut mich erinnern weiß.

Heimatbilder

Ein Dorf das still im Tale träumt,
Von Berg und Wälder ist umsäumt,
Ein Elternhaus so lieb und traut,
Das aus der kleinen Gasse schaut.
Ein Gotteshaus das hoch und hehr,
ragt übers Dorf im Tale her.
Ein Bildstock der am Wegrand grüßt,
Der Bach im Tal vorüber fließt.
Ein Kreuz das hoch vom Gipfelrand,
Schaut übers Tal ins Heimatland.
Ein Dorf im Tal - Ein Elternhaus -
So sieht meine Heimat aus.

Heimat3

Wo heimatlicher Glockenklang,
Sich übers Tal tut schwingen,
Wo Finkenschlag und Drosselsang,
Aus Feld und Wälder klingen.

Im Wiesental ein Bächlein rinnt,
Wo ich gespielt als kleines Kind
Da ist meine Heimat
Im schönem Eichsfeldland.

Heimat2

Wo sich der Himmelsbogen,
Hoch über Berge spannt,
Da ist meine Heimat,
Im schönem Eichsfeldland.

Heimat1

Wo mir das schönste Wiegenlied,
Die Mutter hat gesungen,
Da hält in alter Treu und Lieb,
Die Heimat mich umschlungen.

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