Thomas Hagedorn (1871 – 1926) – Lehrer und Musiker (Kurzbiografie)

Geb. 13. 2. 1871 zu Hildebrandshausen - gest. 2. 11. 1926 zu Leipzig. Er besuchte das Lehrerseminar in Heiligenstadt, das er 1891 verließ. Durch seine musikalische Begabung und als Klavierspieler wurde er bald beliebt bei seinen Mitschülern und Lehrern. Als katholischer Lehrer und Organist wirkte er ein ganzes Leben hindurch in der Diaspora, zuerst 1891-93 in Liebenwerda, dann 1893-1900 in Helbra und 1900-26 in Leipzig Lindenau, wo er auch als Chordirigent an der Liebfrauenkirche war. Schon 1895 besuchte er die Kirchenmusikschule in Regensburg, um sich weiterzubilden. Im Violin-, Klavier- und Orgelspiel brachte er es zu meisterlichem Können. Daneben wirkte er als Komponist. Er schuf 26 latein. Gesänge, jeweils drei- bis sechsstimmig, dann die beiden Oratorien „St. Benno” und die „Sieben Worte Jesu am Kreuz”, mehrere Messen für verschiedene Stimmen, darunter die Gralsmesse für sechsstimmigen Chor und die Neue deutsche Singmesse”, ferner zahlreiche weltliche Lieder für Solo oder Chor. Leider starb Hagedorn zu früh, denn seine Begabung hätte noch manches schöne Musikwerk erwarten lassen.


Weiterführende Literatur:

EHbt 4 (1925), Nr. 39; (1926), Nr. 46. - EHBr 3. 11. 1956, - A. Apel, ETK 13. 2. 1927. - F. W. Lucks, EHH 1 (1961), Nr. 5, 48. - O. Ursprung, Die kathol. Kirchenmusik, Potsdam 1931, 286.


(Quelle: Opfermann, Bernhard: Gestalten des Eichsfeldes. Ein biographisches Lexikon. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Heiligenstadt: F.W. Cordier, 1999)