Stadt zum Stein (Aufstellung von Walter Prochaska)

Chronik Hanstein I, S. 136 ff: Am Fuße des Burgberges befand sich wie beim dem Hanstein und dem Rusteberge ein ummauerter Ort, die Stadt zum Steine genannt, der Wohnsitz der Handwerker, Wirthe, und Dienstleute der Burg. Wenige Mauerreste einer Kirche lassen jetzt den Platz erkennen, wo diese Stadt zum Steine gestanden. (Wintzingeroda-Knorr: Nr. 68, Bischofstein).

Der Mainzische Amtmann, Regierungsrat Holzborn in Bischofstein, entdeckte die „Rudera der Kirche zu Stadt Stein“ welche er aus dem Schutte graben ließ (Duval S. 366, Note 6.) Jetzt ist nicht eine Spur der ehemaligen Kirche – anscheinend das vorgedachte im Jahr 1611 wieder hergestellte sacellum St. Georgii – zu entdecken. Bei der Bevölkerung ist der Standort der Kirche unbekannt.

  • 1269 Erkenbertus, „magister fori“ (Marktmeister)
  • 1326 Erzbischof Matthias kauft für das Erzstift die Burg und Stadt Stein bei dem Hainich (nemus hegene) von den von Hardenberg.
  • 1348 Haus und Stadt Stein an Hansteiner versetzt.
  • 1355 castri et oppidi Steyn (Hälfte!)
  • 1367 Klagen des Erzbischofs: Vater des Herzogs Otto von Braunschweig von Salzderhelden auf das Eichsfeld gezogen, verbrannten und verwüsteten es, schädigten Leute vor Bischofstein. Johann von Grone und andere Mannen der Herzöge haben seine Stadt Bischofstein (zum Stene) überfallen, seinen Hainz (Hain) zerschnitten und großen Schaden getan.
  • 1420 in einem Lehnbrief für v. Erershausen noch zwey Höfe in der stad zum steyn genannt, doch ist es in Lehnbriefen üblich, auch zerstörte Güter in dieselben aufzunehmen. So 1735 im Hansteiner Lehnbrief!
  • facit: Nach 1367 ist die Stadt Stein nicht mehr existierend.
  • 1358 ist in dem Bischofsteiner Güterverzeichnis die villa Lengefeld genannt.

Zusammenstellung: Walter Prochaska
(Quelle: Materialsammlung zur Burg Bischofstein von Walter Prochaska. Unveröffentlichte und undatierte Maschinenschrift im Lengenfelder Ortsarchiv)