Bischof Konrad Martin und seine Beziehungen zum Eichsfeld (1879)

Erinnerungen an Kindheit, Jugend und Schulzeit (aus der Autobiografie)

Editorische Notiz

Der nachfolgende Auszug aus der Autobiografie des Bekennerbischofs Konrad Martin erschien im Jahre 1879. Die Erinnerungen hielt der Autor während seiner Internierung von 1874 – 1875 auf der Festung Wesel (Niederrhein) infolge seiner Verwicklungen in den sog. Kulturkampf fest. Wiederveröffentlicht werden sollen an dieser Stelle jene Kapitel, welche die Kindheit, Schulzeit und Jugend des Bischofs im Eichsfeld beleuchten.

Für die Wiederveröffentlichung dieser ausgewählten Passagen wurde der Text hinsichtlich Orthografie, Grammatik und Interpunktion im Original belassen, um größtmögliche sprachliche Authentizität zu wahren. Dies gilt ebenso für die Schreibung u. a. von Eigennamen und christlichen Feiertagen, welche im Text Erwähnung finden.

Oliver Krebs

Meine lieben Eltern

Das elterliche Haus ist und bleibt für Jeden nicht allein die erste, sondern auch die wichtigste und wirksamste Bildungs- und Lebensschule. Die frühesten Eindrücke im Guten, wie im Bösen sind auch die dauerhaftesten. Keine Zeit löscht sie ganz wieder aus.

Und das elterliche Herz, das über diese erste häusliche Erziehung wacht und waltet, wodurch wäre dieses wohl zu ersetzen! Es gibt daher für Kinder kaum ein größeres Glück als Eltern, die ein wahres Vater- und Mutterherz haben, ein Herz, das reich ist an Liebe. Mir ward, was ich mit Dank gegen Gott anerkenne, ein solches Glück beschieden.

Meine lieben Eltern sind schon längst heimgegangen, mein Vater Johannes starb am 17. April, gerade am heiligen Charfreitage, im Jahr 1835, als ich ein Jüngling von 23 Jahren eben meine Universitäts-Studien vollendet; meine Mutter Regina starb etwa acht Jahre später, am 21. April 1843, während ich das Amt eines Religionslehrers am katholischen Gymnasium in Köln verwaltete. Aber es geht kein Tag vorüber, wo ich mir nicht ihr Bild vor meine Seele riefe, wo ich nicht ihrer als meiner ersten und größten Wohlthäter in dankbarer Liebe gedächte.

Beide waren von etwas verschiedener Gemüthsart. Der Vater mit einem klaren Verstande begabt, lebhaft, heiter, gesprächig, gesellig. Die Mutter mehr in sich gekehrt, vorsorglich, ernst und liebevoll bekümmert. Aber beide von gleicher Biederkeit, von gleicher Ordnungsliebe und Gottesfurcht. Beide den Arbeiten ihres Berufes, der Bewirthschaftung eines bescheidenen Landgutes, mit gleicher Sorgfalt und Treue obliegend und beide sich begegnend in der liebevollen Sorge für eine Erziehung ihrer sieben Kinder zur Rechtschaffenheit, Arbeitsamkeit und Frömmigkeit. Sie befolgten in unserer Erziehung den alt erprobten Grundsatz: Eltern müssen ihre Kinder lieben; aber sie dürfen sie es nicht wissen lassen, daß sie sie lieben, d. h. sie dürfen sie nicht schwach und allzu nachsichtig lieben, sondern Milde mit Strenge verpaarend. Wie viele kindliche, unschuldige häusliche Spiele, Unterhaltungen und Freuden verschafften sie uns, Freuden, an die ich noch immer gern zurückdenke! Dagegen hielten sie andererseits unnachgiebig und unnachsichtig auf Zucht und Ordnung. Ihre hauptsächlichste Sorge jedoch war, uns die Grundsätze christlicher Gottesfurcht einzupflanzen und uns zum Gebete und zu den öffentlichen, wie häuslichen und religiösen Übungen anzuhalten; eine Sorge, die sich besonders die Mutter unablässig angelegen sein ließ. Mein elterliches Haus gehörte zu jenen, in denen nach altväterlicher ehrwürdiger Sitte ein regelmäßiger gemeinsamer Hausgottesdienst stattfand, woran das Gesinde, ebenso wie die Kinder und die Eltern selbst sich betheiligten. Insbesondere wurde derselbe an den Winter-Abenden geübt, – denn im Sommer waren die vielen landwirtschaftlichen Arbeiten ein Hinderniß. Es wechselten dann Gebete (im Advent und in der Fastenzeit ward jeden Abend gemeinschaftlich der Rosenkranz gebetet) mit Gesang, nämlich dem gemeinschaftlichen Absingen jener schönen herzerquickenden alten religiösen Volkslieder, wie sie in dem damaligen sogenannten alten Erfurter-Gesangbuche ausgenommen waren, wovon sich mehrere, weil sie zu schön sind, als daß sie hätten abgelehnt werden können, auch in die neueren kirchlich approbirten deutschen Gesangbücher hinübergerettet haben. Wir Kinder von eilf, zwölf und dreizehn Jahren konnten eine Menge dieser religiösen Lieder, wie ihre schönen Melodieen, auswendig und sangen sie, wenn sie in der Kirche oder im Hause angestimmt wurden, mit einer Freude und Lust, womit keine andere zu vergleichen war. Ich selbst habe viele dieser schönen Lieder (das schöne Weihnachtslied: „Wo ist das Kind so heute geboren“; das schöne Osterlied: „Ist das der Leib, Herr Jesu Christ“; „Mein Herz entzünd‘t, vor Lieb verbrinnt“ und viele andere dieser Art) bis in mein Alter treu und vollständig im Gedächtnisse bewahrt und singe sie noch jetzt manchmal, besonders wenn die schönen bezüglichen kirchlichen Feste wiederkehren, zu meiner Erbauung für mich allein, wobei ich mich denn recht lebhaft in die glücklichen Tage meiner Kindheit zurückversetze.

Meinen lieben Eltern waren während ihres Lebens viele und seltene Freuden zu Theil geworden; reicher Segen, der auch auf ihren zeitlichen Arbeiten und Unternehmungen ruhte, wohlerzogene, geistig und leiblich gesunde Kinder, unter denen der älteste Sohn, Bernard, der mein späterer Erzieher war, den geistlichen Stand ergriffen hatte, häuslicher Friede, die Achtung und Werthschätzung, deren sie sich von Verwandten, Freunden und Bekannten in engeren und weiteren Kreisen erfreuten: hätten sie sich selbst wohl ein schöneres Loos wünschen können? Dafür wurden sie aber am Abende ihres Lebens von desto schwereren Schicksals-Schlägen heimgesucht. Es wurden ihnen in der letzten Zeit ihres Lebens kurz nacheinander drei ihrer liebsten Kinder durch den Tod entrissen, unter ihnen auch ihr ältester geistlicher Sohn, damals Pfarrer in dem ihnen nahen Orte Diedorf. Sie alle wurden Opfer eines ansteckenden typhösen Fiebers, von dem zuletzt auch der Vater selbst ergriffen wurde. Der jüngste Sohn, Edmund, der die Freude und die Hoffnung des ganzen Hauses war, lag am Weihnachtsfeste 1834 auf der Bahre; der Vater am darauf folgenden Osterfeste; die beiden anderen Kinder, meine Schwester Maria Barbara und mein geistlicher Bruder starben in der Zwischenzeit, die erstere am 5. Februar in ihrem fünfundzwanzigsten, der letztere am 10. Februar in seinem siebenunddreißigsten Lebensjahre.

Da konnte man die Unbeständigkeit alles Erdenglückes so recht mit Augen sehen. Die Mutter überlebte zwar, wie oben gesagt, diese herben Prüfungen noch acht fernere Jahre. Aber in ihrem innersten Herzen so schwer getroffen, fing sie, die sie sich früher einer so erwünschten Gesundheit erfreut hatte, selbst bald darauf zu kränkeln an und sie hat sich von den harten Schlägen nie ganz wieder erholt, bis Gott sie nach langem schwerem Leiden endlich von hier abrief. Der Vater starb in seinem siebenundfünfzigsten, die Mutter in ihrem dreiundsechszigsten Lebensjahre. Ich getroste mich der süßen Hoffnung, daß beide dort eine gute Aufnahme gefunden und daß Gott, wie er seinen Lieblingen so oft thut, diese schweren Leiden am Abende ihres Lebens ihnen deshalb gesandt, um sie vom Erdenstaube mehr zu läutern und sie für den Eintritt in die Ewigkeit besser vorzubereiten. Mit der täglichen dankbaren Erinnerung an sie verbinde ich daher das Gebet, daß ich einstens im besseren Jenseits mit ihnen wieder vereinigt werde.

Mein Seelsorger, der Pfarrer Kopp

In Geismar auf dem Eichsfelde nahe am Hülfensberge, wo der heil. Bonifacius, der Apostel Deutschlands, die bekannte Donnereiche umgehauen, geboren, wurde ich von meinem fünften Lebensjahre an in dem eine halbe Meile davon entfernten Dorfe Lengenfeld, wo meine Eltern inzwischen die Bewirthschaftung eines ihnen durch Erbschaft zugefallenen mäßig großen Landgutes angetreten, erzogen. Es stand der Pfarrgemeinde damals als Seelsorger der Pfarrer Kopp vor, den ich unter Denen, die auf meine religiöse Erziehung wohlthätig eingewirkt, hier nicht ungenannt lassen kann.

Ein Mann von angenehmem stattlichem Aeußeren, von einnehmenden gefälligen Manieren und von guter Bildung, zwar gesellig und im Umgange heiter, aber auch mit aller Beflissenheit und Treue seines seelsorglichen Amtes waltend, genoß er weit und breit und auch von Seiten seiner geistlichen Amtsbrüder eines verdienten Ansehens, während er von seinen Pfarrkindern selbst ebenso geachtet als geliebt und verehrt ward.

Freilich war sein durch so viele liebenswürdige Eigenschaften und auch durch so vortreffliche priesterliche Tugenden leuchtendes Bild nicht ganz frei von Schatten, die aber weniger seiner individuellen Person, als der allgemeinen Richtung der damaligen Zeit zur Last zu legen sind. Es wehte in der Zeit, wo er für seinen geistlichen Beruf ausgebildet ward, ein Hauch von kirchlicher Freisinnigkeit über ganz Deutschland. Sehr stark war diese freisinnige Richtung auch an der damaligen Universität Mainz vertreten, wo Kopp seine theologischen Studien gemacht, so wie im damaligen Mainzer Seminar, wo er für den geistlichen Beruf praktisch ausgebildet worden. Von dieser kirchlich freisinnigen, nämlich im üblen Sinne freisinnigen Richtung, wie er sie in diesen geistlichen Bildungsanstalten empfangen, waren manche Spuren an ihm haften geblieben; er hatte sie in sein seelsorgliches Leben mitgenommen, und er machte aus vielen dieser seiner freisinnigen Ansichten sogar vor uns Schulkindern in seinem katechetischen Unterrichte kein Hehl. Er sprach sich z. B. ohne alle Scheue gegen den Rosenkranz, gegen das Wallfahrten, gegen Gelübde, gegen Mönchsorden und andere ähnliche kirchliche Einrichtungen und Uebungen katholischer Frömmigkeit aus und kam sogar häufig auf diese Punkte, als ob sie ihm so recht an‘s Herz gewachsen, in seinem Unterrichte zurück. Doch habe ich aus seinem Munde nie über die Muttergottesverehrung eine irgend ungünstige oder mißbilligende Aeußerung vernommen. Im Gegentheile sprach er darüber zu uns oft in warmen und beredten Worten. Ueberhaupt aber war ihm der katechetische Unterricht Herzens-Sache.

Er erschien, außer daß er allsonntäglich Nachmittags in der Kirche den christlichen Unterricht hielt, wöchentlich zweimal bei uns in der Schule und zwar nicht etwa Eine, sondern drei volle Stunden, wo er dann, während er seine Pfeife rauchte, in herzlicher eindringender väterlicher Sprache zu uns und mit uns redete, während wir ganz an seinem Munde hingen.

Besonderen Fleiß verwendete er auf unsere Vorbereitung auf unsere erste heilige Communion, und die Feier derselben war so schön, so würdig und ergreifend, wie ich sie sonst nie in meinem Leben wieder gesehen habe. Er hat mir persönlich stets eine innige Theilnahme bewiesen und diese mir auch später und bis an sein Lebensende bewahrt. Sein Andenken wird mir bis zu meinem Tode theuer bleiben.

Mein geistlicher Bruder Bernard

Bei eben diesem Pfarrer Kopp in Lengenfeld trat mein im Jahre 1824 zum Priester geweihter Bruder Bernard, gleich nach empfangener Priesterweihe, als ich mein zwölftes Lebensjahr erreicht, die Stelle eines Kaplan an, die er zwei Jahre inne hatte, bis er als Pfarrer nach Diedorf berufen ward.

Bei ihm empfing ich den ersten Unterricht im Latein und im Griechischen, den ich, die ganzen beiden Jahre, wo er in Lengenfeld als Kaplan weilte, mit ein paar anderen Knaben bei ihm fort genoß. Ich wurde in diesen beiden Jahren in den genannten Unterrichts-Gegenständen so weit gefördert, daß ich nach Verlauf dieser Zeit, wo ich in‘s Gymnasium zu Heiligenstadt kam, gleich in die Tertia aufgenommen ward. Aber noch mehr denn als meinem Lehrer verdanke ich ihm als meinem Erzieher. Ich erinnere mich noch, daß mir in späterer Zeit, als er schon Pfarrer in Diedorf war, bei einem Besuche in der Ferien-Zeit ein von einem älteren würdigen Pfarrer an ihn gerichteter Brief in die Hände fiel, wo ihn dieser als eine Nathanaels-Seele begrüßte. Hierdurch glaube ich (und Alle, die ihn gekannt und noch leben, werden hierin einstimmen) ist seine Person und sein ganzes Wesen richtig bezeichnet. Eine Seele ohne alles Falsch, eine lautere Frömmigkeit, eine Gewissenhaftigkeit, die fast an Aengstlichkeit grenzte, ein großer und reiner Seeleneifer, der alle Seelen hätte dem Himmel gewinnen mögen: diese Vorzüge schmückten ihn und erwarben ihm die Achtung und Liebe wie früher seiner Mitschüler und Studiengenossen, so später seiner geistlichen Mitbrüder, seiner Pfarrkinder, seiner Freunde und Aller, die ihn kannten. Denn solche lautere Gesinnungen hegte er schon von seiner frühesten Jugend an und sie begleiteten ihn auf seinem ganzen Lebenswege. Einmal hatte er, wie mir seine ehemaligen Mitschüler glaubhaft versicherten, während seiner Gymnasial-Studien-Zeit eine ganze Nacht betend in der Kirche zugebracht, freilich nicht ganz freiwillig.

Er liebte es, auch an den kirchlichen Andachten sich zu betheiligen, zu deren Besuch die Schüler des Gymnasiums als solche nicht verpflichtet waren, besonders an den Abendandachten in der heiligen Fastenzeit. Gewöhnlich zählte er dann zu den Ersten, die sich in der Kirche einfanden und zu den Letzten , die sie wieder verließen. Und so fügte es sich einst, daß, als er nach Beendigung der Abendandacht noch längere Zeit in der Kirche betend verweilte, der Küster, der ihn nicht bemerkt hatte, die Kirchenthüre zuschloß und er die ganze Nacht in der Kirche ruhig eingeschlossen blieb. Auch von der zarten Gewissenhaftigkeit, wie er sie schon als Schüler des Gymnasiums im gewöhnlichen Leben übte, gingen unter seinen ehemaligen Mitschülern später noch allerlei Anekdoten um. Wenn z. B. seinen Mitschülern, die ihm näher standen, zufällig falsches Geld in die Hände gerathen war, so pflegten sie es bei ihm gegen ächtes auszutauschen. Sie waren sicher, daß es bei ihm gut aufgehoben sei, indem er es, sobald er es selbst als falsch erkannt, um nichts in der Welt ausgegeben hätte. Auch sonst wurde seine Herzensgüte und seine zarte Gewissenhaftigkeit oft mißbraucht. Wie Viele, die sich in augenblicklicher Geldverlegenheit befanden, wandten sich an ihn. Er half, wenn er konnte, immer aus, ohne sich jemals falscher oder halbwahrer Ausreden zu bedienen. Aber die meisten von Denen, denen er in ihrer Verlegenheit Geld geliehen, dachten später nicht daran, es ihm zurückzuerstatten.

Nach Vollendung seiner Gymnasial-Studien in Heiligenstadt empfing er seine theologische Ausbildung und Vorbereitung auf den Priesterstand im Seminare in Fulda und an der theologischen Facultät der Universität Würzburg.

Wie gern unterhielt er mich in späteren Jahren, wenn ich in der Ferien-Zeit ihn besuchte, über die glücklichen Jahre, die er an diesen Anstalten zugebracht, wie dankbar und liebevoll sprach er von seinen Lehrern! Unter seinen Lehrern im Seminar in Fulda nannte er mit besonderer Verehrung den nachherigen Bischof von Fulda, Pfaff; unter seinen Lehrern an der Universität den Professor Fischer. Über letzteren, dem ich als meinem eigenen späteren Lehrer selbst persönlich sehr zu Dank verpflichtet worden bin, werde ich unten noch ein paar Worte besonders sagen. Aber auch den erstern lernte ich als Bischof von Fulda später persönlich kennen und zwar als einen Helfer in der Noth. Im Frühjahre 1833 wurde ich nämlich auf meiner Reise nach Würzburg zum Besuche der dortigen Universität an der ersten bayerischen Post-Station Brückenau angehalten (es waren nämlich kurz zuvor, ich weiß nicht mehr an welcher süddeutschen Universität, ob in Heidelberg oder in Erlangen, studentische Komplotte entdeckt worden) und weil ich mich mit keinem Passe versehen hatte (früher war mir auf meinen Reisen durch Bayern nie ein Paß abverlangt worden), wurde ich, alles Bitten und Beten half nichts, ohne weiteres von Gendarmen über die bayerische Grenze in's Fuldaische Gebiet zurückgeführt. Was sollte ich thun; sollte ich von Fulda in die Heimath zurückkehren? Aber das hätte mich bei der damaligen langsamen Art zu reisen wenigstens acht Tage gekostet und das Sommer-Semester hatte an der Universität Würzburg bereits begonnen. Da fiel mir in dieser Verlegenheit der von meinem Bruder so oft rühmlich genannte Name Pfaff ein. Ich nahm mir ein Herz, zu ihm, dem damaligen Bischofe, mich hinzubegeben, mich ihm als den Bruder seines ehemaligen Schülers vorzustellen und ihm meine Verlegenheit und Noth auseinanderzusetzen. Er nahm mich sehr freundlich auf, erkundigte sich sehr angelegentlich nach dem Ergehen seiner ehemaligen Eichsfeldischen Schüler, unterhielt sich auch mit mir über wissenschaftliche Sachen, namentlich, wie ich mich noch genau erinnere, über die Hug‘sche Einleitung in's N. T., und nach längerer Unterhaltung ging er an seinen Schreibpult und schrieb mir ein Zeugniß, worin er sich für meine gänzliche Unbefangenheit von der Betheiligung an demagogischen Umtrieben verbürgte, indem er dieses Zeugniß mir mit dem Ausdrucke der Hoffnung überreichte, daß die Polizei-Behörde in Fulda auf Grund desselben mir einen Paß ausstellen werde, worauf er mich denn mit der liebenswürdigsten Freundlichkeit entließ. Der edle Bischof hatte sich in seiner Hoffnung nicht getäuscht und ich konnte mit einem mir in Fulda ausgestellten Passe meine Reise nach Würzburg ungehindert fortsetzen. Ich habe an diesen schönen Beweis von Wohlwollen und Liebe, der mir hier von dem so herzensguten, als geistig hochbegabten Bischofe zu Theile geworden, im späteren Leben oft dankbar mich erinnert und ich habe diese meine Dankbarkeit später dadurch zu bethätigen gesucht, daß ich des Neffen meines Wohlthäters, als er seine theologischen Studien in Bonn machte, mich, als damaliger Professor an der katholisch-theologischen Facultät daselbst, liebevoll annahm.

Durch glänzende Geistesanlagen ragte mein Bruder Bernard nicht hervor. Es waren ihm aber ein ziemlich glückliches Gedächtniß, ein klarer Verstand und eine gute Unterscheidungsgabe verliehen, und wie er mit unermüdetem Fleiße seine theologischen Studien betrieben, verwandte er später jede ihm von seinen seelsorglichen Arbeiten übrig bleibende Zeit zu seiner theologischen Fortbildung, so daß er sich gute und begründete theologische Kenntnisse zu eigen gemacht. So oft ich ihn während meiner theologischen Studien-Zeit in den Ferien als Pfarrer in Diedorf besuchte, wurde immer die eine oder andere

theologische Frage zwischen uns erörtert, wobei der Disput oft recht lebhaft wurde, indem ich ihm gern das Widerspiel hielt und seine Ansichten gewöhnlich als veraltet und als durch die neuere Wissenschaft überholt hinstellte. Aber schließlich war ich doch gewöhnlich der Überwundene. In den theologischen Fragen ist es nicht das bloße buchstäbliche Wissen, was den Ausschlag gibt; vielmehr thuen es Meditation und Erfahrung, ein reiches Gemüthsleben, Frömmigkeit und Liebe, welche das Auge für die göttlichen Dinge schärft, und in allem diesem war mein geliebter Bruder mir überlegen, so daß der aus solchen theologischen Disputen hervorgegangene Gewinn, selbst da, als ich schon mit dem theologischen Doctortitel geschmückt war, mehr mir, als ihm zu gute kam.

Um so süßer war mir das Zusammensein mit ihm, zumal ich mich von ihm so unaussprechlich geliebt wußte und wenn ich, am Ende eines Studienjahres, sobald die Vorlesungen geschlossen waren, mit beflügelten Schritten in die Heimath eilte, so war außer den lieben Eltern er besonders der Magnet, der mich so gewaltsam dorthin zog. Wie niederschmetternd daher sein plötzlicher Verlust für mich war, kann man sich denken. Ich war unter allen Verwandten der einzige, der an seinem Sterbebette kniete und seine letzten Worte, seine letzten Anordnungen entgegennahm. Denn er behielt fast bis zum letzten Augenblicke sein klares Bewußtsein. Sein Andenken hat mich durch mein ganzes übriges Leben begleitet und ich habe bei diesem Andenken immer das Gefühl gehabt, als ob er am Throne Gottes mir ein liebender Fürbitter sei.

Meine Gymnasiallehrer

Durch meinen geistlichen Bruder also genügend vorbereitet, trat ich am 24. October 1824 beim Gymnasium in Heiligenstadt als Schüler ein. Das damals von etwa hundert Zöglingen besuchte Gymnasium enthielt vier Klassen, von unten angefangen: die Quarta, die Tertia, die Secunda, die Prima, in deren jeder der fleißige Schüler zwei Jahre verweilte. Ich wurde, wie oben gemeldet, sogleich in die Tertia aufgenommen und verweilte in dieser Klasse nur ein Jahr, so daß ich innerhalb fünf Jahren meine Gymnasial-Studien vollendete. Das Gymnasium in Heiligenstadt galt für ein katholisches und zwar, da das ehemalige Erfurter katholische Gymnasium zu einem bloßen Progymnasium herabgesetzt worden war, für das einzige katholische in der ganzen Provinz Sachsen. Gleichwohl wirkten daran verschiedene protestantische Lehrer, von denen zwei, Hintenberg und, als dieser abgegangen war, Stern und Richter, sogar Ordinarien waren.

Es wirkten am Gymnasium aber auch mehrere katholische Priester; damals waren ihrer drei: Lingemann, Rinke und der jetzt noch lebende hochbetagte ehr- und achtungswürdige Burchard. Lingemann stand dem Gymnasium als Director vor. Sie waren alle drei guten Willens, damals auch noch Rinke, der nach Lingemann Director wurde und später in eine etwas verkehrte Richtung hineingerieth, sich aber doch, wie mir berichtet worden ist, vor seinem Tode mit der Kirche völlig wieder ausgesöhnt hat. Aber hinter ihren gut gemeinten geistlichen Bemühungen blieb der Erfolg sehr zurück. Denn daß an der Anstalt der rechte religiöse Geist geherrscht habe, kann ich, wenn ich wahr sein will, nicht sagen. Aber an welchen Anstalten dieser Art herrschte damals überhaupt ein gesunder und reger religiöser Geist? Wir wurden alle Vierteljahre einmal zu den heiligen Sacramenten geführt, wir besuchten wöchentlich zweimal vor dem Beginne des Unterrichtes die heilige Messe, während wir an den anderen Tagen vor dem Unterricht gemeinschaftlich in einem Saale zusammen kamen und zur Vorbereitung auf den Unterricht ein religiöses Lied sangen. An den Sonn- und Festtagen wohnten wir Vormittags dem Hochamte und der Predigt bei und sangen Nachmittags die deutsche Vesper. Aber wie Vieles ließ die Andacht der dem Gottesdienste pflichtmäßig Beiwohnenden zu wünschen übrig, da es fast Ton geworden war, daß man besonders während des Gottesdienstes an den Wochentagen seine Lectionen für den Unterricht lernte! Gegen diese Lauigkeit übte auch der wöchentlich zweimal ertheilte einstündige Religions-Unterricht kein rechtes Gegengewicht. Er war nicht von durchgreifender Wirkung.

Ich möchte um nichts in der Welt meinen verewigten Religionslehrern zu nahe treten. Man kann nicht geben, was man nicht hat. Die guten Herren, die uns den Religionsunterricht ertheilten, waren eben Kinder ihrer Zeit. Der Director Lingemann, der Lehrer der Religion in der Prima, hatte seine Studien in der schlimmen Zeit der französischen Revolution an der wegen ihrer Freisinnigkeit anrüchigen Mainzer Universität gemacht und lebte überhaupt mehr den mathematischen und physikalischen Studien. Rinke‘n dagegen stand eine besondere höhere Bildung überhaupt nicht zu Gebote, am wenigsten im theologischen Fache. Unter diesen Umstünden war es für mich ein Glück, daß ich als Kind meinen Katechismus gut gelernt, an dessen Leitfaden ich, wenn es manchmal recht wirr durcheinander ging, mich immer festhalten oder doch schnell mich wieder zurecht finden konnte.

Was den übrigen Unterricht betrifft, hatte das Gymnasium denselben Zuschnitt, wie alle übrigen damaligen preußischen und deutschen. Die Realien traten noch ganz in den Hintergrund. Außer der deutschen Muttersprache bildeten Latein und Griechisch das Fundament. In allen drei Fächern hatten wir, besonders in der Prima, gute und tüchtige Lehrer. Den deutschen Unterricht in der Prima besorgte ein ehemaliger Docent an der früheren Universität Erfurt, der, als diese aufgehoben ward, an das Gymnasium in Heiligenstadt als Lehrer der deutschen Sprache, so wie einiger anderer Fächer, der Geschichte, der Psychologie, der Logik, der Physiologie berufen wurde (denn auch diese letzteren Fächer waren merkwürdiger Weise damals in den Gymnasial-Unterrichts-Plan aufgenommen). Er war damals schon ziemlich betagt und wir nannten ihn deshalb gewöhnlich den alten Turin. Er war von guter Begabung und von einem unverwüstlichen Humor, der sich vielfach auch in den Unterrichtsstunden zum Ergötzen seiner dabei oft in ein schallendes Gelächter ausbrechenden Schüler äußerte, übrigens eine schlank gewachsene, hoch emporragende Gestalt, mit starkem herabwallenden schneeweißen Haupt-Haare und von einem sehr ehrwürdigen Ansehen.

In seinem Unterrichte konnte er die frühere universitätsmäßige Docenten-Manier nicht verleugnen. Er setzte bei uns armen Schülern zu viel voraus, kurz, er docirte mehr, als er unterrichtete, was die üble Folge hatte, daß die meisten von uns nicht mitkommen konnten.

Übrigens waren seine Vorträge klar, zusammenhängend, manchmal sogar schwunghaft. Besonders war es der deutsche Sprachunterricht und die deutsche Aufsatzlehre, worin er sich oft in Äußerung herrlicher, erhebender, idealer Ansichten und Gedanken frei gehen ließ. Die wenigsten deutschen Aufsätze, die wir ihm erreichten, genügten ihm. Wenn es hoch kam, trugen sie das Prädicat mittelmäßig davon. Die meisten bezeichnete er als breit, weitschweifig, nach Form und Inhalt ungenügend. Er zersauste sie dann gehörig, als er sie in der Klasse durchnahm und sagte ihren Verfassern voraus (er war Katholik), sie würden einst langweilige Prediger werden, denn von den meisten Schülern galt es als ausgemacht, daß sie den geistlichen Stand ergreifen würden. Während er aber die Aufsätze meiner meisten Mitschüler, nach meiner Ansicht, zu scharf kritisirte, beurtheilte er die meinigen zu günstig. Sie trugen gewöhnlich das Prädicat „brav“, „recht brav“ davon. Überhaupt hatte er auf mich ein sehr günstiges Auge geworfen. Er fragte, wie ich oben gesagt, selten; aber wenn er fragte, wendete er sich in der Regel an mich und gewöhnlich ernteten dann meine Antworten reiches Lob.

Auch das Lob, das er mir bei unserer Entlastung in der Aula des Gymnasiums spendete (da kurz zuvor der Director Lingemann heimgegangen war, fiel ihm als dem Senior der Lehrer die Entlastungsfeier anheim) war zu überschwänglich und weit über mein Verdienst.

In der Art des Unterrichts war ihm sehr ähnlich der obengenannte protestantische Gymnasial-Oberlehrer Hintenberg, der ein halbes Jahr mein Ordinarius in der Prima war, indem er hieraus in den Ruhestand versetzt wurde. Er war ein geistig sehr begabter Mann, von vielseitiger und besonders von einer tüchtigen philologischen Bildung, der seine Gymnasial-Studien auf der wegen ihrer damaligen Leistungen weit und breit berühmten Anstalt in Schulpforta gemacht. Auch er unterrichtete nicht, sondern er docirte, wie ein Docent an einer Universität. Es ist fast unglaublich, aber buchstäblich wahr: in der Ilias kam er in einem Semester über die ersten hundert Verse nicht hinaus, so tief ließ er sich auf philologische und kritische Erörterungen ein. Daß uns seine spitzfindigen philologischen Erörterungen viel Gewinn gebracht, kann ich nicht sagen. Wenn ich daher oben gesagt, daß wir uns im Latein und im Griechischen guter und tüchtiger Lehrer erfreut, so hatte ich dabei vorzugsweise den protestantischen Gymnasial-Oberlehrer Richter im Auge. Er war mein Lehrer im Latein und im Griechischen schon in der Tertia; und als Hintenberg abgegangen war, wurde er Ordinarius in der Prima und hier wieder mein Lehrer. Ihm fast ausschließlich verdanke ich, was ich vorn Gymnasium mitgenommen. Er stand damals noch fast in seinen jugendlichen Jahren. Von einer etwas untersetzten Gestalt und von keinem besonders einnehmenden Äußeren wußte er uns doch nicht allein an seinen Unterricht, sondern auch an seine Person zu fesseln. Denn wir hingen ihm sehr an und waren gegen ihn voller Ergebenheit. Der leiseste Tadel von ihm berührte uns empfindlich. Ein sehr tüchtig durchgebildeter Philologe und ein feiner Kenner des Latein, wie des Griechischen, welche beide Sprachen er mit derselben Leichtigkeit und Gewandtheit schrieb, als sprach, war die Art seines Unterrichts in den beiden alten Sprachen wirklich mustermäßig. Lebhaft und vordringend, um stets unsere Aufmerksamkeit zu fesseln, nahm er jedoch auf Diejenigen, die von langsamerer Fassungskraft waren, die gehörige Rücksicht und half ihnen, so gut es gehen mochte, nach. Zugleich beobachtete er in Mittheilung seines philologischen Wissens zwischen dem Zuviel und Zuwenig stets das rechte Maß. Vieles wußte er uns gleichsam spielend beizubringen. Sehr lehrreich waren seine Bemerkungen, wenn er unsere lateinischen und griechischen Stylübungen durchging. Wie genau er hier immer das Richtige zu treffen wußte, davon habe ich mich später oft genug überzeugt.

In der Prima hielt er uns bei Erklärung der Klassiker zum Latein-Sprechen an. Auch mußten wir aus den Klassikern, den lateinischen, wie den griechischen, fleißig memoriren, Oden des Horaz, Stücke aus Cicero, aus der Ilias, aus Platon‘s Phädon u. s. w.; desgleichen gewöhnte er uns, ex auditu (nach dem Gehör) zu übersetzen; indem er, nachdem wir das Buch zugemacht, uns z. B. Verse aus dem Homer vorlas, die wir sofort entweder in‘s Deutsche oder in‘s Lateinische übertragen mußten. Gewiß alles Übungen, die dem einigermaßen begabten Schüler die gründliche Erlernung und Handhabung dieser Sprachen erleichtern. Wie weit Richter seine fähigeren und fleißigeren Schüler im Latein und Griechischen gebracht, das ist mir erst recht zum Bewußtsein gekommen, als ich in viel späterer Zeit, als Mitglied der Bonner wissenschaftlichen Prüfungs-Commission, die lateinischen Arbeiten der Candidaten des höheren Schulamtes verglich. Bei ihrem Durchlesen mußte ich manchmal bei mir denken: hätte ein Schüler Richter‘s in der damaligen Prima des Gymnasiums ein solches Latein zu Papiere gebracht, wie übel würde er dann angekommen sein!

Bei Richter lernte ich auch die Anfangsgründe im Hebräischen. Doch hierin hatte er selbst nur notdürftige Kenntnisse und das Fach wurde ihm, da kein anderer Lehrer des Hebräischen kundig war, aufgedrungen. Dem Unterrichte zu Grunde gelegt wurden die kleinere Grammatik und das Lesebuch von Gesenius, in welchem letzteren dieser in den Noten vielfach auch seine rationalistischen Ansichten auskramt. Ich muß aber meinem verewigten Lehrer die Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß er auf solche Ansichten in seinem Unterrichte nie eingegangen ist, vielmehr hier, wie in allem seinem Unterrichte Alles, was einem Katholiken irgend hätte anstößig sein können, rücksichtsvoll vermieden hat. Sein eigenes Glaubensbekenntniß war ein sogen. religiöser Eklekticismus, wie man nach einer später von ihm veröffentlichten Schrift, in der er über eine mögliche Vereinigung der verschiedenen christlichen Confessionen handelt, annehmen muß. Ich selbst habe freilich die Schrift, die ihrer Zeit einiges Aufsehen gemacht, nicht gelesen, ich habe nur eine Kritik derselben in einem katholischen Blatte gelesen, die sich freilich über die Schrift ungünstig genug ausspricht. Nach dieser Kritik zu urtheilen, hat er ein tieferes Verständniß für das Christenthum nicht gehabt. Er scheint dasselbe nur wie das Theater bei den alten Griechen und Römern als eine Bildungsschule betrachtet und dasselbe lediglich in den Dienst und unter die Aufsicht des Staates gestellt zu haben. Der flachste Rationalismus war in den damaligen gelehrten und gebildeten protestantischen Kreisen überhaupt an der Tagesordnung.

Richter, der Lehrer, hat mir, dem Schüler, ein mehr als in einem solchen Verhältnisse gewöhnliches Maß von Liebe und Theilnahme entgegengebracht. Aber Liebe ist hier eigentlich nicht das ganz richtige Wort. Ich muß sagen: Vorliebe. Meine Arbeiten und Leistungen beurtheilte er zu günstig. Sein Lob war übertrieben. Ein solches Gymnasial-Abgangs-Zeugniß (es war aus seiner Feder geflossen) hatte ich bei weitem nicht verdient. Es ist dies von mir keine bloße Redensart, sondern der wahre Ausdruck meines Gefühls.

Diese Liebe und Theilnahme hat er mir aber auch in der Folgezeit bewahrt. Die Thesen freilich, die ich bei meiner theologischen Promotion aufgestellt und die ihm ohne mein Zuthun in die Hände gerathen, waren, wie er sich darüber vor Anderen geäußert, keineswegs nach seinem Geschmacke. Sie waren ihm zu ausschließend, heute würde man sagen, zu ultramontan. Nach meiner Berufung auf den bischöflichen Stuhl von Paderborn aber war er einer der Ersten, die mir ihre liebevolle Theilnahme aussprachen. Ich bin auf meinen bischöflichen Amtsreisen einigemal nach Quedlinburg gekommen, wo er später Gymnasial-Director war: welche Liebe er mir da erzeigte und was er Alles aufwendete, um mich auch öffentlich zu ehren, und meinen Aufenthalt dort mir angenehm zu machen, will ich hier nicht schildern. Aber auch den katholischen Schülern des Gymnasiums hat er sich stets gütig und wohlwollend bewiesen. Erst vor einigen Jahren ist er hingegangen; ich hatte noch im Anfange des Kulturkampfes, den er freilich ebenfalls nicht richtig anschauete, einen teilnehmenden Brief von ihm empfangen; die Nachricht von seinem Ableben empfing ich mit aufrichtiger Theilnahme auf der Festung in Wesel.

Dr. Konrad Martin, Bischof von Paderborn
(Quelle: „Zeitbilder oder Erinnerungen an meine verewigten Wohlthäter“, zweite Auflage, Mainz: Verlag von Franz Kirchheim, 1879)